Sieben Kammern

Die Erfälle sind deutlich auf einer Linie aufgereiht. Diese Linie entspricht der Richtung geologischer Störungen im Untergrund. Diese Störungen in Form von Rissen und Klüften im Gestein waren ein bevorzugter Angriffspunkt für das Wasser.

So entstand auf diesen Linien ein Höhlensystem, welches im Laufe der Zeit zusammenbrach. An der Oberfläche macht sich das Höhlensystem durch Erdfallinien bemerkbar. Für das Oberflächenwasser ist das Höhlensystem nach wie vor passierbar. In die Steilwände der Erdfälle eingeschnittene Bachläufe zeigen, dass bei starken Niederschlägen das Wasser ab hier einen unterirdischen Verlauf nimmt.


Das Gipskarstgebiet Hopfenkuhle/Hannersberg um 1979.
Unten rechts die B 241, rechts nach Dorste führend.

Auf der gegenüberliegenden Seite erkennt man für die Karstlandschaft typische Magerrasenstandorte. In früheren Jahrhunderten begann die Landwirtschaft den Wald zu roden und das Land zu beweiden. Dünger wurde nie ausgebracht. Der Boden verarmte an Nährstoffen, wurde jedoch dadurch zum Standort wertvoller Pflanzenarten, die diese Voraussetzungen zum gedeihen benötigen. Beweidung und Bewirtschaftung mit der Sense verhinderten eine neue Waldausbreitung. Das Vorkommen vieler wertvoller Frühjahrsblüher und Orchideenarten macht die Magerrasenstandorte zu schützenswerten Biotopen. Sie benötigen jedoch eine Pflege nach traditioneller Art.

GPS-Koordinaten
N 51.7140° E 10.1928°

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