Schneitelhainbuchen Hörden

Der Hainbuchenbestand am Südberg bei Hörden wurde in der Vergangenheit wiederholt "geschneitelt ". Das bedeutet, die Bäume wurden bis auf den Stamm beschnitten. Das Astwerk wurde als Brennholz und für die Viehhaltung benutzt.

Das führte zur Ausbildung sogenannter "Kopfbäume". Das am Kopf des Baumes neu austreibende Astwerk wird besonders dicht und bildet ein Biotop für zahlreiche Vogelarten. Alte ausgehöhlte Kopfbäume bieten vielen Höhlenbrütern Unterschlupf und sind auch ein ausgezeichnetes Sommerquartier für Fledermäuse. Trotz großer Kostenintensität bei der Pflege der Bäume besteht aus der Sicht des Naturschutzes die Notwendigkeit, Kopfbaumlandschaften zu erhalten.

Im Tal auf den Wiesen und gegenüber auf den Gipssteinbruchwänden am Spahnberg sind zahlreiche Geländeeinsenkungen sichtbar. Zur Zeit der Schneeschmelze und bei Starkregen wirken diese Hohlräume als Bachschwinden und führen das Oberflächenwasser in den darunter liegenden Karst ab. In Trockenwetterzeiten läßt sich beobachten, wie der von der Jettenhöhle herabkommende Bach in Höhe des kleinen Dolomitsteinbruches am Spahnberg trockenfällt.

GPS-Koordinaten
N 51.6730° E 10.2760°

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