NSG Butterloch

Der Wanderweg verläuft seit einiger Zeit auf den Ablagerungen des Buntsandsteins. Diese bedecken den im Untergrund anstehenden verkarstungsfähigen Anhydrit. Große Höhlenbildungen im Anhydrit sind an manchen Stellen durchgebrochen und haben an der Erdoberfläche Erdfälle gebildet. Man kann die kraterförmigen Bildungen überall in der Umgebung sehen.

Beim "Großen Butterloch" handelt es sich um einen mit Lehm und Ton zugeschwemmten Erdfall, in dem das Niederschlagswasser aufgestaut wird. Damit entstand ein Erdfallsee, in dem sich nach und nach Wasserpflanzen ansiedelten. Unterschiedliche Wasserstände sorgten dafür, das ganze Pflanzengenerationen abstarben und neue Pflanzenarten Fuß fassen konnten. So füllte sich der Boden des Erdfallsees allmählich mit Faulschlamm und mit Mudden.

Die Pflanzen verlandeten den See. Bäume siedelten sich zwischenzeitlich an, starben aber oft durch veränderte Wasserstände wieder ab. Die Pflanzenreste sanken in die weiche organische Masse am Boden der Senke und bildeten ein Übergangsmoor, welches leicht gewölbt am Boden des Erdfalls aufwächst. Seltene Sumpf und Moorpflanzen, wie z. B. der Sumpffarn, kommen hier vor. Das "Große Butterloch" ist Naturschutzgebiet.

GPS-Koordinaten
N 51.5924° E 10.3252°

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