Der Karstwanderweg verläuft seit einiger Zeit auf den rötlichen Ablagerungen des Buntsandsteins. Diese überdecken den im Untergrund anstehenden verkarstungsfähigen Anhydrit. Große Höhlenbildungen im Anhydrit sind an manchen Stellen durchgebrochen und haben an der Erdoberfläche Erdfälle gebildet. Man kann die kraterförmigen Bildungen überall in der Umgebung sehen. Diese Karstformen sind auf nacheiszeitliche Auslaugungen der Zechstein-Anhydrite und -gipse im Untergrund zurückzuführen, für die ein Grundwasserstrom aus dem Raum Pöhlde/Scharzfeld bis zur Rhumequelle ursächlich ist. Die beiden kleinen Naturschutzgebiete umfassen das „Große Butterloch“ mit 2,75 Hektar sowie den unweit nordwestlich liegenden, in einer Karstsenke gebildeten „Finnenbruch“ mit 13,5 Hektar.
Beide Flurnamen sind über 150 Jahre alt, ihre Deutung ist offen. Die besondere Bedeutung des Naturschutzgebietes liegt im Vorkommen der verschiedenen Karstformen mit ihren Moor- und Bruchwaldbereichen, die Lebensraum für zahlreiche schutzbedürftige wild wachsende Pflanzen und wild lebende Tiere sowie deren Lebensgemeinschaften sind. Darüber hinaus prägen die Erdfälle mit steilen Hängen die natürliche Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes und geben Zeugnis von der Entwicklung der Erdgeschichte dieses Raumes. ![]() GPS-Koordinaten [ Infotafel ] |