Hellengrund

Auslaugungsvorgänge im Gipsgestein des Hauptanhydrits machen sich im Bereich des Standortes durch große und tiefe Erdfälle bemerkbar. Die Übersichtskarte zeigt, dass es sich dabei um ein Erdfallfeld handelt.

Am Standort befinden sich zwei tiefe, wassergefüllte Erdfälle. Sie sind fast völlig zugewachsen und die Lichtlosigkeit läßt im Wasser keine Vegetation zu.

Vom Standort aus sind die wassergefüllten Erdfälle des Hellengrundes einsehbar.

Mit ihren Schilfgürteln bieten sie ideale Lebensmöglichkeiten für viele Amphibien und Insekten (besonders Libellen), aber auch für Vögel.

Im Walde liegen einige Erdfälle, die durch reiche Sumpfpflanzenvegatation den ehemaligen Wasserspiegel schon vollständig verlandet haben.

Die Vegetation zeigt auf den umliegenden Feldern auch feuchte Standorte an. Diese kennzeichnen ebenfalls heute völlig vermoorte und zugewachsene Erdfalltrichter.

So können Karsthohlformen (Erdfälle) Voraussetzungen für die unterschiedlichsten Biotope abgeben. Solche Sümpfe, Röhrichte, Kleingewässer und ihre Verlandungsbereiche, binsenreiche Nasswiesen und auch Quellbereiche stehen unter gesetzlichern Schutz (§ 28 Naturschutzgesetz) und dürfen nicht beeinträchtigt oder zerstört werden.

[ Dreitägige Expedition — Nach der Rhumequelle nun das „Grundlos“ bei Bartolfelde erforscht ]

GPS-Koordinaten
N 51.5873° E 10.4658°

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