ehem. Domäne Numburg

Der Name Numburg ist der einer alten Burg, welche erstmals 1116 erwähnt wurde. Sie befand sich unweit von hier auf dem Schloßberg. Mit der Trockenlegung der Aue entstand direkt nördlich davon das Gut "Numburgk" des Klosters Walkenried. Dieses erwarben die Schwarzburger Grafen 1686 und machten es zu einem Staatsgut. 1965 mussten die Gebäude im Norden der Domäne dem Stausee weichen. Ihre Grundmauern sind noch heute bei abgelassenem Stausee erkennbar.

Die noch erhaltenen Wohngebäude wurden um 1920 für die Familien des Schmiedes und des Melkers erbaut. Nach Inbetriebnahme der Talsperre 1968, wurde in einem dieser Gebäude die Naturschutzstation Numburg vom Rat des Bezirkes Erfurt als Arbeitsstützpunkt für naturwissenschaftlich interessierte Ornithologen eingerichtet.

1993 wurde der Förderverein Numburg e.V. von Naturfreunden, nicht nur aus der Region sondern auch aus anderen Bundesländern, gegründet. In der Satzung des Vereins ist die Förderung des Naturschutzgedankens, sowie die Erforschung und der Schutz der Flora und Fauna des angrenzenden Gebietes festgeschrieben.

Besonderheiten der Flora befinden sich auf den artenreichen Steppenrasen der Gipshänge auf den Ausläufern des Kyffhäuser-Gebirges. An seinem Fuße finden Salzpflanzen einen Lebensraum auf Binnensalzstellen. Die Fauna ist reich an Vogelarten. Als Lebensraum für Wachtelkönig, Kiebitz, Bekassine usw. ist es Thüringens wertvollstes Wiesenbrütergebiet. Seine internationale Bedeutung erlangt das Gebiet durch die hohe Zahl rastender Zugvögel, Krick-, Tafel- und Reiherenten erscheinen in Größenordnungen, die für das sonst Gewässer arme Thüringen ungewöhnlich sind.

Direkt am Fahrweg befand sich der Eingang zur Numburghöhle, welche die Salzquelle speist. Diese Höhle ist ständig überflutet und nicht zugänglich. Die Numburghöhle ist die größte bekannte Höhle im Kyffhäuser-Gebirge.

GPS-Koordinaten
N 51.4243° E 10.9845°