Stadtmauer Ellrich
 
Die Stadtmauer von Ellrich wird in einer Urkunde eines Grafen von Hohnstein im Jahre 1315 erstmals erwähnt. Dass Teile der heutigen Mauer 700 Jahre alt sind, ist allerdings anzuzweifeln, lediglich die ungewöhnliche Form der Gründung der Mauer könnte durchaus ursprünglich sein. Das "Wernaer Tor" sowie der vor uns befindliche Torbogen sind 1912 in die Stadtmauer gebrochen worden und sind heute aus dem verkehrstechnischen Konzept der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Der ürsprüngliche Verlauf der Stadtmauer ist aus einem Übersichtsplan zu entnehmen und zeigt gleichzeitig, dass das Stadtgebiet wesentlich kleiner war als es sich heute darstellt.
Die Mauer selbst besteht aus zweischaligen, im Mittel 90 cm dickem Natursteinmauerwerk mit Füllmauerwerk, welches sich über den Fundamentgewölben deutlich verbreitert. Als Baumaterial wurde überwiegend Kalkstein (Dolomit), ergänzt durch Anhydrit, verwendet. Der Mauerwerksverband ist ein sogenanntes "ausgezwicktes Mauerwerk", aber mit deutlich ausgeprägter Lagerhaftigkeit, was sich positiv auf die Festigkeit auswirkt. Gleiches trifft auch auf das Mauerwerk der drei in diesem Abschnitt befindlichen Türmen bzw. Turmstümpfe zu.