Stadtmauer Nordhausen
 
Die Stadt Nordhausen wurde erstmals 927 in einer Schenkungsurkunde HEINRICHS I. an seine Frau MATHILDE urkundlich erwähnt. Im 13. Jh.begann der Bau einer steinernen Befestigung. Ständige Fehden mit den Grafen von Hohnstein, Stolberg und Schwarzburg machten eine Erweiterung der Stadtbefestigung notwendig. Im 14. und 15. Jh. wurde die Stadtmauer erweitert und erhielt zahlreiche Wehrtürme. Vier Haupttore ermöglichten den Zugang zum Stadtkern: Töpfertor, Rautentor, Neuewegstor und Barfüßertor. Die Steine zum Bau der Stadtbefestigung mussten von den umliegenden Dörfern geliefert werden. Der als Baustein überwiegend verwendete Dolomit wurde am Kohnstein gewonnen.
Von der Wucht der Druckwellen detonierender Bomben am 4. April 1945 kündet noch ein verschobener Block eines 1880 errichteten steinernen Obelisken, der dem Andenken gefallener Söhne der Stadt in den Kriegen des 19. Jh. gewidmet ist. Der Luftangriff, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, zerstörte die Stadt zu über 70%. Auch deshalb sind heute nur noch ca. 1.600 m der Stadtmauer erhalten und zu besichtigen.

Markantestes Bauwerk der Altstadt ist der um 1130 erbaute Dom zum Heiligen Kreuz. Der Roland, als Sinnbild der Eigenständigkeit einer Stadt mit Marktrecht und eigener Gerichtsbarkeit, wurde erstmals 1411 erwähnt. Auf einem weitläufigen Gelände, dass erst im Rahmen der Landesgartenschau 2004 neu gestaltet wurde, finden sich besonders eindrucksvolle Reste der einst wehrhaften Stadtummauerung mit ihren Wehrtürmen.