Mitt. Arbeitsgem. Karstkde. Harz
41 (1+2)
36 - 45
Goslar 2020

Fritz Reinboth

Ein dunkles Kapitel des Naturschutzes im Altkreis Osterode:
das Trogsteingebiet und seine Zerstörung

Für die Höhlenforschung im Westharz nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Wanderung zum Römerstein und die erste Begegnung mit einer naturbelassenen Höhle zu Pfingsten 1948 für mich das auslösende Ereignis. Das geheimnisvolle Rauschen des in der Großen Trogsteinhöhle verschwindenden Bachs und die kühle Höhlenluft weckten ungeahnte Lust, dort einzufahren. Es dauerte freilich noch einige Monate, bis die nötige Ausrüstung bereitstand und die erste höhlenkundlich begründete Befahrung der Höhle seit den Pioniertaten der 1930er Jahre durch Fritz Strötker, August Lieder und Walter Schäfer stattfand, freilich zunächst nur bis zur Sandkammer. Erst später wurde auch die Fortsetzung bis zur Schotterhalle bezwungen, mehrfach als Alleingang des Verfassers, dessen Gefährten in der Sandkammer auf ihn warteten. Die folgende Enge „Böse VII” blieb allerdings bis heute unbezwungen.

Trotz des Warnschusses der Freigabe der Sachsensteinhöhle zum Abbau durch die Firma „Gipswerk Sachsenstein” in Neuhof mit der hier erstmals vorgebrachten Begründung „Erhalt von Arbeitsplätzen” wurde die Gefahr einer immer hemmungsloseren Landschaftszerstörung durch die Gipsindustrie zunächst völlig unterschätzt. Als der Schutz der Sachsensteinhöhle aufgehoben wurde, fielen schon die ersten Sprengschüsse durch die gleiche Firma im Trogsteingebiet an der sog. Steinaer Ecke.

Dr. Friedrich Stolberg, der Erforscher der Sachsensteinhöhle, nahm deren bevorstehende Zerstörung zum Anlass, einen Schutzantrag für das ungleich bedeutendere Trogsteingebiet zu stellen. Er ahnte nicht, dass längst Abbauverträge zwischen den Gipswerken H. & E. Börgardts/Kutzhütte und dem Gipswerk Sachsenstein mit den Gemeinden Tettenborn bzw. Steina unter Dach und Fach waren, ohne dass irgendeine Naturschutzbehörde das zur Kenntnis genommen hätte. So blieb der Ortstermin in der „Grünen Tanne” im Tettenborner Ortsteil Kolonie am 28. Oktober 1953 eine für den damaligen Landkreis Osterode entlarvende Farce.

Der Antrag Stolbergs blieb unbearbeitet, freilich ohne dass er das ahnte. Die Firma Börgardts konnte ohne jede Auflage den Großen Trogstein einfach als Abraumdeponie benutzen, was ohne Probleme hätte unterbunden werden können.

1997 fand Firouz Vladi den unbearbeiteten Antrag in Altakten der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Osterode am Harz. Er hätte wahrscheinlich sogar an die Bezirksregierung weitergeleitet werden müssen1. Wir lassen nun den Wortlaut von Stolbergs Antrag folgen.

Dr.-Ing. Friedrich Stolbergden 15.12.1952
Goslar
Rosentorstraße 28 a


Antrag auf Unterschutz-Stellung des Römerstein-Trogstein-Gebietes

Das in den beigegebenen Unterlagen näher dargestellte Gebiet südlich Bahnhof Tettenborn, das vom Römerstein und von den Trogsteinen beherrscht wird, zählt zu den bedeutendsten Naturdenkmälern Deutschlands. In seiner Besonderheit als ein Glied der Südharzer Zechsteinlandschaft hebt es sich darüber noch weiter hinaus, da genannte Südharzer Zechsteinlandschaft eine Landschaftsform von Weltruf darstellt.

Es erscheint daher dringende Notwendigkeit dieses kleine, aber hoch bedeutsame Gebiet unter Naturschutz zu bringen, welcher Antrag daher vom Unterzeichneten gestellt wird.

(Anlage S. 1)

Das Römerstein-Trogsteingebiet
Das Römerstein-Trogsteingebiet umschließt das Geländedreieck: Römerstein – Nüxei – Bahnhof Tettenborn. Seine Nordseite wird gebildet durch die Eisenbahnlinie Tettenborn – Osterhagen (Nordhausen – Northeim), die Westseite begrenzt das Steina-Flußbett, die östliche Seite ist markiert durch den Waldrand auf dem Kalkberg. Die bedeckte Fläche beträgt rd. 1,4 Quadratkilometer, die besteht aus Waldland, Ödland, nassen Wiesen und Ackerland und ist nicht besiedelt.

Innerhalb dieses kleinen Geländes paaren sich landschaftliche Schönheit mit geologisch-morphologischer Erscheinungsform zum klassischen Ausdruck Südharzer Zechsteinlandschaft.

In kurzer Zusammenfassung ergibt sich folgendes Bild: Der Zechstein, hier als Hauptdolomit und Älterer Gips anstehend, hat eine Verwitterungs-Laugzone geschaffen, die in Gestalt ragender Dolomitklippen, weißer Gipswände, tiefer Einsturzkessel, großer Höhlen, einer Flußversickerung und eines periodischen Sees augenfällig hervortritt, alle diese Gebilde auf engstem Raum zusammengedrängt.


A. Felsgruppen.
Römerstein. Wild zerzacktes Dolomit-Korallenriff, ein Wahrzeichen der Gegend darstellend.
Großer Trogstein. Kessel-Einbruch des Älteren Gipses, mit 30 m hoher, überhängender Wand abbrechend
Kleiner Trogstein. Kessel-Einbruch des Älteren Gipses, von hoher landschaftlicher Schönheit.
Fitzmühle. Unberührte Gipswand, an deren Fuß der Trogsteinbach zu Tage tritt.

B. Gewässer.
Nixsee. Periodischer See, zeitweise aufgefüllt durch den Trogsteinbach. Die Wasser strömen in einer Schwinde ab. Ihr Verbleib ist unbekannt2.
Weißensee. Wassererfüllter, großer Erdfall im Wald, von großer landschaftlicher Schönheit.
Zehntgärten-Trogsteinbach. Der Zehntgärtenbach begleitet im Norden die alte Landwehr, unterfährt die Eisenbahn und fließt in den Kessel des Großen Trogsteins. Hier verschwindet er unter Tag in der Großen Trogsteinhöhle, um erst 500 Meter WSW aus der Fitzmühle wieder ans Licht zu treten. Der Bach erhält hier weiteren unterirdischen Zuzug aus den Springwiesen3, speist den Nixsee und sinkt in dessen SO-Winkel endgültig ab. Vergl. die hydrologischen Versuche von H. Haase 1936.
Kleiner Trogsteinbach. Er entspringt nördlich des Bahnhofes Tettenborn, fließt in den Kessel des Kleinen Trogsteines, um unterhalb der Kleinen Trogsteinhöhle zu versickern.
Steina. Versickert in ausgedehnten Schotterbänken, westlich unterhalb des Römersteines und bietet das Schulbeispiel einer Fluß-Versickerung.

(Anlage S. 2)

C. Höhlen4.
Große Trogsteinhöhle. Naturdenkmal ersten Ranges, in ihrer Art ohne Seitenstück in der gesamten Speläologie. Die Höhle folgt einer Verwerfungsspalte zwischen Hauptdolomit (westlich) und Älterem Gips (östlich). Die westliche Höhlenwandung besteht aus braunrotem, derb gebanktem Hauptdolomit, die östliche Höhlenwandung dagegen aus weißem, zart gebändertem Gips. Die Berührungsfläche beider Gesteine ist messerscharf! Die Höhle wird ihrer ganzen Länge nach vom Zehntgärten-Trogsteinbach durchflossen und besitzt in der Fitzmühle ihren unteren Ausgang.
Die Höhle ist erforscht auf vorläufig 250 m Länge vom Eingang abwärts bis zur „Enge 7”. Hier verrät starker Wind das Vorhandensein bedeutender Fortsetzungen. Weiteres Vordringen unterblieb bisher mangels geeigneter Ausrüstung. Die Strecke Enge 7 – Fitzmühle beträgt in Luftlinie 400 Meter. Salzversuche durch Hugo Haase 1936 verliefen positiv.
Trogstein-Zuflußhöhle. Unterirdischer Bachlauf, von Osten her kommend und in den Kessel des Großen Trogsteins mündend, wo er sich mit dem Zehntgärten-Trogsteinbach vereinigt. Bislang auf 50 Meter Länge bergwärts erforscht.
Kleine Trogsteinhöhle. Großes Höhlenmaul in der Wand des Kleinen Trogsteins. Führt als hallenartiger Raum bergeinwärts. Aus kreisrunden Deckenschloten (geologischen Orgeln) sickert Verwitterungserde der überlagernden Hauptdolomites herab. Vor dem Höhleneingang versickert der Kleine Trogsteinbach5, alles vereint ergibt ein Bild landschaftlicher Schönheit und Eigenart.

D. Pflanzen.
Außer der Gipsflora und Kalkflora finden sich im Wald oberhalb des Großen Trogsteins einzelne Exemplare der Eibe6.

E. Geschichtliches, Sagengut.
Römerstein. Nach alter Volkssage Burg des Riesen Romar, Bräutigams der Quellnymphe Rhume, die in nahe Höhlentiefe gebannt, als Rhumequelle bei Pöhlde wieder das Licht erreicht.
Alte Landwehr. Die alte Landwehr ist als Doppelwall längs des Zehntgärtenbaches, nördlich der Eisenbahn noch erkennbar. Die Landwehr bildet das Anfangsstück der sächsisch-fränkischen Landwehr, die nach Süden bis zum heutigen Eder-See reichte. Der Römerstein war vermutlich in die Landwehr einbezogen. Vergl. Schuchardt, Atlas vorgeschichtlicher Befestigungen in Niedersachsen, S. 29. Absatz 134.
Literatur:
Friedrich Stolberg, Die Höhlen des Harzes I. Magdeburg 1926.

(Anlage S. 3)

Friedrich Stolberg, Aktive Wasserhöhlen im Harz. Mitteilungen über Höhlen- und Karstforschung, Jahrg. 1928, S. 33 ff. und Jahrg. 1933 S. 33 ff.

Walter Biese, Über Höhlenbildung. Abhandlungen der Preußischen Geologischen Landesanstalt NF 137, Berlin 1931.

Hugo Haase, Hydrologische Verhältnisse im Versickerungsgebiet des Südharz-Vorlandes. Inaugural-Dissertation, Göttingen 1936.


15.12.1952, Dr.-Ing. Friedrich Stolberg


Beilagen:
Karte des vorgesehenen Naturschutzgebietes/Katasterplan der Großen Trogsteinhöhle
Aquarelle nach alten Fotos: Kleine Trogsteinhöhle; Große Trogsteinhöhle: Eingang, Enge I, Enge IV.


Bericht über den Verlauf des Lokaltermins am Großen Trogstein am 28.10.1953 aufgrund des Naturschutzantrags von Dr. Friedrich Stolberg vom 15.12.1952

Anwesend:
Dr.-Ing. Friedrich Stolberg, Goslar als Antragsteller
Prof. Dr. Walther Schoenichen, Goslar (Sachverständiger für Naturschutz)
Vertreter von Naturschutz, Gipsindustrie, örtlichen Gemeinden und dem Landkreis Osterode am Harz, ferner Rechtsanwalt Flies/Bad Sachsa als persönlicher Bekannter und Berater von Dr. Stolberg
Fritz Reinboth, Walkenried (Oberschüler) als aktiver Höhlenforscher

Aus dem Tagebuch von F. Stolberg7, Eintragung vom 28.10.1953:
... Es kam Prof. Schoenichen! ...Tettenborn Bahnhof. Riesenaufgebot: Wagen, kl. Autobus. 30 Personen, u. a. Kreisdirektor, Landrat, Flies, Bürgermeister von Tettenborn, Vertreter von Naturschutz und der Gegenseite (Gips-Industrie). Zuerst Versammlung in „Grüne Tanne“8. Ich trug vor. Mein Kampf um den Trogstein beginnt! Wie wird es enden?

Nach Aussprache zu den Wagen. Fritz Reinboth da mit Grubenlampen! In die Wagen, ich gemeinsam mit meinen Kontrahenten. Alles fuhr zum Gr. Trogstein! ... Ich schloff mit 6 Herren und Fritz Reinboth in die Höhle! Bis vor Enge 3! Ausgefahren. Dann rollte unsere Wagenkolonne zur Fitzmühle! Diese und den Weißen See besichtigt. Dann Abschied. Alle rollten davon, ich blieb allein mit Schoenichen. Zusammen zum Römerstein... Schluß des denkwürdigen Tages.

Fritz Reinboth, damals Schüler des Pädagogiums Bad Sachsa, wurde für den Ortstermin Befreiung vom Unterricht gewährt.

An der Steinaer Ecke wurde bereits gesprengt. Der stellvertretende Bürgermeister von Tettenborn diskutierte mit einem der anwesenden Herren über Abbaufragen (laut Höhlentagebuch von F. Reinboth). Demnach war die Entscheidung, das Trogsteingebiet – ohne jede Auflage – zur Zerstörung freizugeben, längst gefallen.

Beginn des Abbaus an der „Steinaer Ecke” am Trogstein 1953;
Archiv Verein für Heimatgeschichte Walkenried/Bad Sachsa


Mit dieser Show-Veranstaltung fiel der Vorhang über das bedeutendste Gipskarstgebiet des Südharzes. Bereits ein Jahr später begannen die Abbauarbeiten auf Tettenborner Gebiet. Ende 1954 wurde der Fichtenwald nordwestlich des Trogsteins abgeholzt und dort mit der Abraumlagerung begonnen (H. & E. Börgardts). Im Mai 1955 begann der Abbau an der Ibenkuhle (Gipswerk Sachsenstein).

Die letzte Befahrung der Großen Trogsteinhöhle bis zur Schotterhalle/Böse VII erfolgte am 26.6.1959 (Fritz Reinboth, Werner Vollmer), bis zur Sandkammer 25.7.1959 (Fritz Reinboth, Gunter Wenzel).

Die Zuflusshöhle war bereits am 26.6.1959 durch Abkippen von Abraum unzugänglich. Anfang April 1960 war auch der Eingang der GroßenTrogsteinhöhle zugeschüttet.

Nur die Trogsteinzuflusshöhle wurde als Ausgleichsmaßnahme im März 1985 von der Firma Wölky im Auftrag von Rigips wieder freigelegt. Ein früherer Erschließungsversuch durch das englische AMTC unter Major Jenkins (St. Andreasberg) war 1976 ohne Erfolg abgebrochen worden.

Die „Steinaer Ecke” am Trogstein während des Abbaus, links Steinbruch Börgardts,
rechts Gipswerk Sachsenstein; Archiv Verein für Heimatgeschichte Walkenried/Bad Sachsa

Der Kalkberg bei Tettenborn – ein durch Gipsabbau
weitgehend zerstörtes Geotop und Biotop von europäischem Rang

Die Trogsteinhöhlen mit der Fitzmühlen-Quellhöhle sind Teilstücke des größten erforschten Höhlenbachsystems im Südharz.

1869 Große Trogsteinhöhle, erste bekannte Befahrung: Inschriften in der Sandkammer, notiert am 10. März 1954:



1921 Große Trogsteinhöhle, Vermessung bis zur Sandkammer durch Dr.-Ing. Friedrich Stolberg
1927 Befahrung bis zur Schotterhalle und Vermessung durch Dr.-Ing. Friedrich Stolberg.
1928 Erster Vorstoß in die Enge 7 hinter der Schotterhalle (“Böse 7“) durch Muskat, Nürnberg anlässlich einer Höhlenforschertagung.
1933 erneuter Vorstoß von Fritz Strötker und August Lieder in die „Böse Sieben“
1930 Entdeckung der sog. Trogsteinzuflusshöhle durch Walter Schäfer, Vermessung durch F. Stolberg
1952 erster Vorstoß in die Fortsetzung der Trogsteinzuflusshöhle durch F. Reinboth und K. Rumpf
1953 erste Durchfahrung des sog. Trogstein-Vorgerinnes (F. Reinboth, D. Weinert)
1952 F. Stolberg stellt den Antrag auf Unterschutzstellung des Kalkbergs mit seinen Höhlen; 1953 Ortstermin mit Vertretern von Landkreis und Industrie. Stolbergs sorgfältig begründeter Antrag bleibt dann bei der Naturschutzbehörde unerledigt liegen und wird erst in den 1980er Jahren zufällig wieder aufgefunden.
1954 Beginn des Gipsabbaus an der sog. Steinaer Ecke (Gemarkung Steina) durch das Gipswerk Sachsenstein, kurz darauf Beginn des Abbaus in der Gemarkung Tettenborn (H. & E. Börgardts).
1959 Der Trogstein, einer der großartigsten Erdfälle des Südharzes, wird von der Fa. Börgardts mit Abraum verfüllt. Dadurch werden
1959 die Trogsteinzuflusshöhle, 1960 die Große Trogsteinhöhle unzugänglich.
1982 wurde wenigstens ein Teil des Gebietes um den Römerstein mit der Steilwand an der Fitzmühle, dem Weißensee, dem Nixsee und dem Steinabett unter Naturschutz gestellt. Im Kerngebiet Gr. Trogstein und Ibenkuhle geht der Gipsabbau jedoch unvermindert bis fast zum Höhlenniveau weiter.
1985 Die Trogsteinzuflusshöhle wird als Ausgleichsmaßnahme wieder freigelegt.


Die Erforschung der Quellhöhle „Fitzmühle“

1933: Erster Vorstoß durch Fritz Strötker bis zur „Haasehalle“
1953: Vermessung bis zur Haasehalle (F. Reinboth, K. Rumpf)
Juni 1976: Friedhart Knolle entdeckt im Alleingang die Strötkerhalle und dringt erstmals bis zur sog. Panikspalte in das dahinterliegende niedrige Gerinne ein.
Dezember 1976: Friedhart Knolle und Erik Barran† dringen unter Extrembedingungen bis zum Endverbruch in das Gerinne vor.
1977: Beim Abfüllen von Dieselöl in einem Öllager der Fa. Hassepass am Bahnhof Tettenborn kommt es zu einer Katastrophe – mehrere hundert Liter Öl versickern im Boden und gelangen in die Fitzmühle. Über diesen bei Einhaltung der Vorschriften eigentlich unmöglichen Vorgang erscheint bezeichnenderweise kein Bericht in der Lokalpresse.
1979: Neuvermessung der Fitzmühlenquellhöhle bis zur Panikspalte durch Friedhart Knolle, Firouz Vladi und Fritz Reinboth. Die Befahrung wird wegen plötzlichem Gestank von Dieselöl unter Panikzuständen abgebrochen.
1983: Vermessung bis zum Mäusegang. Wegen einsetzender Unterkühlung bei den Messungen im kalten Höhlenbach wird die Befahrung vorzeitig abgebrochen.
1988: Erneuter Vorstoß bis zum von Knolle und Barran erreichten Punkt durch Andreas Hartwig, Bernhard Schuhose, u.a. Erstellung einer Grundriss-Skizze. Entdeckung weiterer Höhlenteile.
Ein Vordringen durch die Quellhöhle bachaufwärts bis in die Große Trogsteinhöhle erwies sich leider als unmöglich.

Literatur

ArGeKN-Vorstand (1982): Versagt der Landkreis Osterode beim Naturschutz im Trogsteingebiet? – Mitt. Arbeitsgem. Karstkunde Niedersachsen 3/82: 11-14

ArGeKN-Vorstand (1982): Zur aktuellen Naturschutzsituation im Trogsteingebiet. – Mitt. Arbeitsgem. Karstkunde Niedersachsen 4/82: 21

Knolle, F. (2009): Neuland in der Fitzmühlen-Quellhöhle 1976 – Erik Barran zum Gedächtnis. – Mitt. Arbeitsgem. Karstkde. Harz 3+4/2009:26-31

Reinboth, F. (1969): Die Große Trogsteinhöhle im Harz als Beispiel einer Schichtgrenzhöhle im Gips. – Mitt. Verband dt. Höhlen- u. Karstforscher 15 (3+4): 37-43

Reinboth, F. (1983): Aus der Erforschungsgeschichte der Großen Trogsteinhöhle (anläßlich des Vorstoßes in die „Böse Sieben“). – Mitt. Arbeitsgem. Karstkunde Niedersachsen 3/83: 11-16

Reinboth, F. (1992): Ölunfälle im Südharzkarst. – Mitt. Arbeitsgem. Karstkunde Harz 4/92: 5-11


1 Brief F. Vladi vom 25.7.1997
2 Ein Wiederaustritt an der Salzaquelle gilt als sicher, jedoch blieben Haases Markierungsversuche mit Salz ergebnislos
3 Dazu Haase a.a.O. (s. Literaturverzeichnis)
4 Die Fitzmühlen-Quellhöhle ist nicht berücksichtigt
5 1977 belegte ein unfreiwilliger Markierungsversuch durch ausgelaufenes Erdöl den Austritt des Schwindwassers vom Kleinen Trogstein an der Fitzmühle (vgl. unten)
6 Autochthone Eiben stehen am Steilhang der Fitzmühle, der Wald auf dem Kalkberg hat u.a. ein reiches Vorkommen der Türkenbundlilie
7 Original im Stadtarchiv Nordhausen
8 Ehemaliges Gasthaus in Tettenborn-Kolonie, inzwischen abgerissen

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