Die mittelalterliche Trinkwasserversorgung
des Klosters Walkenried

Von  F r i t z  R e i n b o t h
 

1 Einleitung: Brunnenhäuser in Zisterzienserklöstern

Eine besondere Zierde vieler Zisterzienserklöster war das Brunnenhaus, das als kapellenartiger Anbau des Kreuzganges gegenüber dem Eingang des Refektoriums lag. Der Brunnen diente als Waschgelegenheit vor dem Essen und lieferte Trinkwasser. Im Brunnenhaus wurde auch die Tonsur geschnitten. Eine Kapelle, als die es gelegentlich bezeichnet wird, ist das Brunnenhaus nie gewesen. Häufig, aber nicht immer sind die Brunnenhäuser Zentralbauten als Sechseck (Altzella, Le Thoronet, Zwetti, Lilienfeld), Achteck (Loccum, Chorin) oder Neuneck (Maulbronn, Heiligenkreuz). Die Eingänge sind großzügig bemessen, um dem langen Zug der Mönche den reibungslosen Zu- und Abgang zu ermöglichen; in Walkenried und in Le Thoronet1 sind dazu zwei, in Bebenhausen sogar drei Zugangsarkaden nebeneinander vorhanden.

In vielen K1östern, in denen der Kreuzgang erhalten ist, sind die Brunnenhäuser bis auf Ansätze oder Grundmauern verschwunden, z. B. in Loccum, Pforte und Haina. Seltener hat sich zwar das Brunnenhaus erhalten, aber der Brunnen selbst fehlt wie z. B. in Bronnbach und Walkenried; vereinzelt sind neuere Brunnen aufgestellt (Bebenhausen, Lilienfeld).2

Auffallend oft sind die Brunnenschalen irgendwo im Klosterbereich zweckentfremdet als Viehtränke oder Brunnenbecken gerettet, selbst wenn vom Kloster nur Trümmer oder einzelne Gebäude auf uns gekommen sind: Amelungsborn, Herrenalb, Georgenthal, Heisterbach oder Buch. In Bebenhausen und in Schönau dienen sie noch als Zierbrunnen. Eine Brunnenschale aus dem Kloster Arnsburg ist möglicherweise im Schloßpark von Lich (Hessen) erhalten.3 Nur in wenigen Brunnenhäusern rinnt das Wasser wie seit Jahrhunderten in die fast durchweg steinernen originalen Becken: Maulbronn, Zwettl, Osseg, Le Thoronet, Alcaboca, Poblet.4 In Heiligenkreuz hat sich ein Brunnen aus Blei erhalten; die früheren Bleibrunnen in Baumgartenberg (1344)5 und Lilienfeld (1461)6 wurden als Altblei verkauft.

Nur sehr wohlhabende K1öster wie Walkenried besaßen Becken aus einer Bronzelegierung (Gropengut). Im verschwundenen Loccumer Brunnenhaus befand sich ein "eherner Springbrunnen"; die obere Schale trug die niederdeutsche Inschrift7: "In dem Namen Jhesu waret dit fatt gegotten von Mester Hinrik Settegast von Warborg in den jhare da man schrefft 1467 Mariae". Dieser ziemlich späte Brunnen, der wohl auch aus Bronze bestand, dürfte einen älteren aus Stein ersetzt haben.

Das Brunnenwasser mußte von einer Quelle in Druckröhren herangeführt werden, damit es in der Brunnensäule aufsteigen und in mehreren Strahlen ausfließen konnte. Die Vielzahl (12 und mehr) der Ausläufe war erforderlich, um die rituelle Handwaschung vor dem Essen bei großen Konventen in kurzer Zeit zu ermöglichen. Auch deshalb hatten alle größeren K1öster solche Fließbrunnen und damit zwangsläufig eine Druckwasserleitung. Die Quellen sind zuweilen in kleine Gewölbe gefaßt, wie es z. B. in Le Thoronet noch oberhalb des Klosters zu sehen ist. In Loccum wurde die Wasserleitung aus einer Brunnenstube am "Jacobsplatz" gespeist8; der "Verschlossene Born" in Walkenried ist leider nicht mehr vorhanden. Eine besonders eigenartige Wasserversorgung besaß das Kloster Sittichenbach, wo das aus einem Stollensystem austretende Wasser durch einen noch erhaltenen, überwölbten Gang in das Kloster geführt wurde. Die Überlieferung, daß die Mönche die Stollen eigens zu diesem Zweck angelegt hätten, ist unzutreffend; es handelt sich zweifelsfrei um ein altes Suchort auf Kupferschiefer. Eine Druckleitung für einen Fließbrunnen ist dort allerdings nicht nachgewiesen. Unklar ist der ursprüngliche Zweck der "Klopstockquelle" bei Pforte, die sich heute ebenfalls als Stollen darstellt. Zweifellos diente auch sie der Trinkwasserversorgung. Die dort noch vorhandene Wasserleitung ist modern, folgt aber wahrscheinlich einer alten Trasse.

Die Druckwasserleitungen bestanden aus Holz, Tonrohren oder Metall. In Walkenried sind Reste einer hölzernen Wasserleitung gefunden worden. In Loccum bestand die Leitung zumindest in neuerer Zeit aus Lärchenholz und wurde 1504 mit gußeisernen Röhren zur Meierei verlängert9; in Arnsburg wurden konische, ineinandergesteckte Tonrohre verwendet, die offenbar später durch Bleirohre ersetzt wurden.10 Es ist auch denkbar, daß in Arnsburg das Trinkwasser vom sog. Deckelborn in einem fast 1000 m langen offenen Graben bis vor das Kloster geführt wurde, wo dann noch genügend Gefälle für eine Druckleitung zur Verfügung stand. Auf diese Weise hätte man eine lange Röhrentour gespart. In Buch sind in der Nähe der Gärtnerei nördlich des Klosters Teile einer hölzernen Rohrleitung aufgefunden worden, die von einer in einem ehemaligen Weinberg gelegenen Quelle in gerader Linie zum Kloster führte.11

Insbesondere hölzerne Wasserleitungen bedurften ständiger Pflege und verfielen, wenn sie nutzlos wurden; metallene Leitungen wurden als wertvolle Altstoffe ausgegraben, wenn sie nicht mehr funktionierten oder wenn gerade Bedarf an Metall bestand. Angeblich wurde 1813 in Arnsburg eine Bleileitung von der Quelle bis zum Kloster durch die Franzosen ausgegraben, um daraus Flintenkugeln zu gießen.12 Nach Zerstörung oder Verfall der Wasserleitung wurden die nutzlos gewordenen Brunnenschalen meist anderweitiger Verwendung zugeführt, und die Brunnenhäuser verfielen.

Es gibt bisher zu wenig Funde, um Allgemeingültiges über die Trinkwasserversorgung romanischer Zisterzienserklöster sagen zu können. Das sechseckige Brunnenhaus in Le Thoronet gehört zu den ältesten erhaltenen überhaupt; es wird auf etwa 1160 datiert.13 Der dortige Fließbrunnen ist wohl ursprünglich. Für das Kloster Eberbach (Rheingau) ist die Anlage einer Wasserleitung für das Jahr 1179 belegt, als die romanische Klosterkirche gerade vollendet war. Technische Details sind aber nicht bekannt, das Brunnenhaus ist verschwunden.14 Das provencalische Kloster Silvacane besaß (im Gegensatz zum nahen Le Thoronet) keine Druckleitung und somit keinen Fließbrunnen im romanischen Kreuzgang; das Trinkwasser fließt dort von einer überwölbten Quelle durch in den anstehenden Kalkstein gehauene, mit Steinplatten und Mutterboden abgedeckte Steinrinnen von etwa 20 cm Breite zu einem Wasserschloß östlich der Klausur. Von dort wird ein offener Brunnen im Lichthof bzw. ein tieferliegender, druckloser Laufbrunnen vor dem Kloster versorgt. Das Wasserschloß sowie einige Revisionsschächte sind neu.

Im Kloster Bronnbach (Tauber) wurde 1480 eine ähnliche Wasserleitung aus Sandsteinrinnen angelegt, die mit Sandsteinplatten abgedeckt waren und in 80 bis 150 cm Tiefe lagen.15 Da es sich hierbei nicht um eine Druckleitung handeln kann, bleibt die Versorgung eines sicher vorhandenen Fließbrunnens16 ungeklärt.

Ebenso unklar ist nach dem Grabungsbericht der Zweck solcher Sandsteinrinnen, die im Klausurbereich des Klosters Mariental bei Helmstedt gefunden wurden.17

In Walkenried wurde um 1980 im Lichthof ein verschütteter Brunnenschacht entdeckt, in dem der romanische Klosterbrunnen vermutet wird.18 Das kunstlose Bauwerk kann aber durchaus aus neuerer Zeit stammen, da datierende Funde fehlen, der Klausurbereich zumindest im 18. Jahrhundert noch bewohnt war und der Lichthof bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts als Garten diente, also Bedarf für Wasser bestand. Andererseits gibt es für solche Schöpfbrunnen im Lichthof durchaus Beispiele, wie Zwettl, wo sich neben dem Brunnenhaus noch ein Grundwasserbrunnen befindet, oder das schon beschriebene Silvacane.

Neben die Trinkwasserleitung tritt stets ein Kanalsystem, das Brauchwasser in das Kloster führte und anschließend die Abwässer aufnahm. In Walkenried wurde dieses System bei den Restaurierungsarbeiten weitgehend freigelegt, allerdings irrtümlich auch als Zuleitung für den Fließbrunnen interpretiert, was technisch unmöglich ist.19 Die Kanäle lieferten vom Mühlgraben her Brauchwasser für die Küche und nahmen dann mit anderen Abwässern auch den Überlauf des Klosterbrunnens auf. Der Kanal setzte sich unter dem Kreuzgang hindurch zur sog. Lutherfalle (ein Abfallschacht unter der ehem. Dormitoriumstreppe) und von dort zur Wieda fort. Für die Necessarien war ein eigener, ebenfalls vom Mühlgraben abgeleiteter und zur Wieda führender Kanal an der Südseite der Klausur vorhanden.

Auch in Mariental wurden neben den erwähnten Steinrinnen solche Kanäle aufgedeckt; ihre dürftige Dokumentation in den gedruckten Berichten20 läßt keine Analyse zu. Vorbildlich ist dagegen schon vor Jahrzehnten über das Entwässerungssystem des Klosters Arnsburg berichtet worden.21

2 Das Brunnenhaus zu Walkenried

Das Brunnenhaus in Walkenried ist das letzte vollendete Bauwerk des Klosters. Die Räumlichkeiten des Südflügels sind Provisorien geblieben. Der Zugang zu dem erst um 1830 verstümmelten Herrenrefektorium liegt nicht an gewohnter Stelle gegenüber dem Brunnenhaus, sondern versetzt in der Südwestecke des Kreuzganges22, obgleich im Refektorium eine Mauernische auf den geplanten Durchbruch eines Portals in der üblichen Lage hinweist. Das Brunnenhaus ist eines der größten in Deutschland überhaupt. Erst nach Vollendung des Südkreuzganges wurden zwei Traveen und ein Polygon aus fünf Seiten des Achtecks an die vorgesehenen Maueransätze angebaut; die Gewölbeanfänger in der Kreuzgangmauer blieben aber unbenutzt. Statt dessen laufen die zierlichen Gewölberippen ohne Zwischenschaltung einer Konsole in ebenso zierliche Wanddienste aus, also eine Lösung, welche an die kapitällosen Säulen des Kapitelsaals anschließt. Die Gewölbe selbst sind eingestürzt; ihr Vorhandensein ist aber durch das Zeugnis von Letzner gesichert, der 1594 das "Bornhaus, welchs gantz zierlich von Steinen einer Capellen gleich mit schönen hohen Fenstern ... gebawet und oben gewelbet" und 1598 "künstlich gewelbet einer Cappell gleich gebawet" beschreibt.23 Zwei Schlußsteine des Brunnenhauses sind im Lapidarium erhalten: Der eine zeigt einen Kopf, aus dessen Mund Laubwerk heraussprießt, der andere das Motiv der ihren Jungen das Leben einhauchenden Löwin24 (Abb. 6). Die Zuschreibung an die Brunnenhausgewölbe25 wird durch die abgehenden Rippenprofile und die von den Rippenanfängern eingeschlossenen Winkel bestätigt.26

Zum Kreuzgang öffnet sich das Brunnenhaus in zwei großen Arkaden, die ein reibungsloses Ein- und Austreten der Mönche bei dem der Mahlzeit vorangehenden Ritus ermöglichten. In der Nordwand befindet sich eine spitzbogig überwölbte Nische mit beckenartigem Boden; ein Teil der Randsteine ist ausgebrochen. Völlig überflüssigerweise wurde diese Nische jetzt in der Weise "restauriert", daß die Ausbruchstellen sehr häßlich mit Mörtel zugeschmiert wurden. Zweifellos handelt es sich um einen alten Ausguß (vielleicht für die Tonsur), denn darunter verlief der erwähnte, von der Küche kommende Abwasserkanal.

2.1 Das Walkenrieder Brunnenbecken und die Wasserleitung

Der reichste Schmuck des Brunnenhauses war ein großes bronzenes Becken von etwa 2 m Durchmesser mit kupfernem Aufsatz, aus welchem das Wasser in zwölf Strahlen in das Becken fiel. Das Aussehen des Brunnens ist durch eine Zeichnung bekannt, die J. H. Hofmann im Jahre 1661 anfertigte und seiner ungedruckten Walkenrieder Chronik beigab27 (Abb. 7). Leuckfeld hat diese Zeichnung als Kupferstich in seine Antiquitates Walckenredenses übernommen. Als Durchmesser des Brunnens gibt Hofmann 6 Fuß 7 Zoll an. Nach seiner Angabe soll der Brunnen im Jahre 1218 von einem Mönch, dem Hüttenmeister Almante gegossen worden sein. Diese Nachricht übernahm auch Leuckfeld in seine Chronik.28 Sie ist aber nicht beweisbar und geht vielleicht auf die zufällige Nennung eines magister casarum Almante in einer Walkenrieder Urkunde zurück.29

Abb. 6: Löwin, ihren totgeborenen Jungen Leben einhauchend (Symbol Christi). Schlußstein aus dem ehemaligen Gewölbe des Brunnenhauses in Walkenried, jetzt im Lapidarium
(z. Z. unzugänglich).

Nach Letzners handschriftlicher Chronik von 159830 sollen sich die Bauern während des Bauernkrieges nach der Zerstörung des Vierungsturmes auf der Kirche auch an dem großen Handtbecken im Bornheuslein und Creutzgang ... zimlich wol versucht und sonderlich einer aus der Gülden Auwe Andres Pflaume genandt hat das Becken heraus auf den Platz gebracht nicht mit geringer Mühe und Arbeit von wegen der Größe und Schwere (dann es ist ziemlicher Dicke und Tieffe und dazu auch im Circk oder Runde zwelfftehalb Ellen weit gewesen ist), darein haben sie ein starckes Geblese gelegt und benandtes Becken zu verschmeltzen sich unterstanden, aber weil es von solchem Fewr nicht schmeltzen noch zergehen wollen, haben sie weidlich darin gehawen und geschlagen, wie das daran noch urkundtlich klar zu ersehen ...

H. Eckstorm bestätigt diese Mitteilungen 1617 in den wesentlichen Punkten.31 Die ältesten, zugleich sehr genauen Beschreibungen des Brunnens sowie der zugehörigen Wasserleitung verdanken wir H. E c k s t o r m , der den Entwurf von Letzners Walkenrieder Chronik kritisch durchgesehen und ergänzende Hinweise gegeben hatte, sowie J. Letzner, der ja 1594 Walkenried selbst besucht hatte.

Eckstorm teilte Letzner u.a.folgendes mit32:

Es ist auch über diesen schönen Flus noch ein Rohrwasser im Closter, das ist ober dem Closter etwa zwei Büchsenschus jenseit des Weidefluß in einem verschlossenen und gewelbten Brun gefasset, hat der verschlossen Brun noch einen schenen Ausfall, darbey die Glastreger und Brantweinfürer im Sommer, weil es am Wege, Mittag halten und umb sonst die Zeche haben. Die Röhren aber gehen über das Wasser in dem Closter an der Mauern nach dem Kupfferberg herunter bis in des Rectoris Behausung, alda leufft das Wasser in der Knaben Badstube, gibt auch dem Rectori Wasser zu seiner Hauslaltung. Dann gehen die Röhren seit abe unter dem Creutzgang hin in das Bornhaus, welches an die mittegige Seite des Creutzganges gar schön gebawet, steigt in einer Röhren uff in einen Kopff und Schale, aus den felt ein Teil Wasser in das Handtbecken, darbei sich die Knaben, wen sie vom Schlaffhaus nach der Schule gehen, unterwegen waschen können, ein Teil felt wider in einer andern Röhren hinunter und gehet nach der Küchen, von danne man dis Wasser uff den Plan und in das Schlachthaus bringen kan, der Abgang aus dem Handtbecken wird auch fein abgeführt, dazu den wie auch zu den Röhren unter dem Creutzgang und der Schule schön gewelbete Genge gemachet.

In einigen Punkten aus eigener Anschauung ergänzt, hat Letzner 1594 diese Mitteilungen Eckstorms in seine Chronik übernommen33:

Über dieses hat man auch für alters einen herlichen schönen Brunnen und wonsamer gesunder Quell mit Rören über die Wieda ins Closter gefüret, also und folgender Gestalt: Der Quel ist ungefer zwei Buchsenschos weit vom Closter nach dem Waldt hinaus nach Mitternacht an der Landtstraß so von der Sachsa auff Ellrich gehet gelegen, umbmeuret, übergewelbet und verschlossen, doch also, das er für die wanders Leut so viel Ausfluß hat, das die sich daselbst frei und ohne Geldt ergetzen und erholen mügen, worumb sie auch daselbst Ihre Halt, Rast- und Rugestete halten.

Dieser Brun und Quell wirdt und ist mit Rören gefasset und über den vorbenandten Fluß der Wieda hinunter gegen dem Kupfferberg durch des Closters Ringmaur in Roren gefüret. Gibt vor des Rectors Behausung und Wonung vor der Knaben Badtstube zum allerersten aus einem Post Wasser. Von dannen wirdt er in Rören unter dem Creutzgang hinweg ins Bornhaus, welchs gantz zierlich von Steinen einer Capellen gleich mit schönen hohen Fenstern dazu gebawet und oben gewelbet, gefüret da er in einem ehrnen gegossen Post auffsteigt in ein kupffern Heuslein, und da durch 12 Rörlein wider herausfellet in ein großes und wohlklingendes, schönes von Glockenspeis gewaltiges starckes und dick gegossenes Becken, welchs im Circk und in der Runde 11 1/2 Ellen begreifft, springt und klingt, das mans im gantzen Kreuzgang mit Freuden hören kan ... Itzund müssen sich daselbst die Schulknaben des Morgens, ehe sie ins Lectorium gehen, seubern und waschen. Aus diesem felt wider ein Teil Wasser in einer ander Rören hinunter und kumpt zur Küchen, von daher man es auch bringen kan auff den Platz und in das Schlachthaus. Das übrige Wasser aber, so aus dem Handtbecken felt, wirdt durch sonderliche gewelbete Genge unter der Schule hindurch in das andere und vorige Wasser abgefüret.

Während Eckstorm nur die Lage der Abwasserkanäle beschreibt ("unter der Schule", d. h. dem Laienhaus) interpretiert Letzner eine unmögliche Abflußrichtung hinein.

Ein am 25. Mai 1648 durch den Nordhäuser Notar Böttcher (Botticherus) aufgenommenes Inventar macht über das Brunnenhaus folgende Angaben34:

... In der Apseite im Creutzgange da das große Handbecken stehet ist 1 Thür ... 5 Fenster auch aus jeglichem die Felder ausgenommen. Das Handbecken an sich selbst ist von Graupenwerk35 darinne das Waßer aus 13 (!) Rören springt ist anno 1647 wieder ganghafft gemacht worden und ist das Handbecken 11 Ellen und 1 1/2 Zoll weit in die Runde.

Die während des Dreißigjährigen Krieges vernachlässigte Wasserleitung war also zunächst wieder hergestellt worden.


 
Abb. 7: Das ehemalige Brunnenbecken in Walkenried. Zeichnung von J. H. Hofmann

Den Beschreibungen des Handbeckens entspricht die erwähnte Zeichnung Hofmanns. Die für die Brunnenschale gemachten Größenangaben beziehen sich z. T. auf den Umfang (11 Ellen 1 1/2 Zoll nach dem Inventar bzw. offenbar gröber 11 1/2 Ellen nach Letzner "in die Runde"), z. T. auf den Durchmesser (6 Fuß 7 Zoll nach Hofmann). Danach ist eine genauere Angabe als 2,1 m ±10 cm für den Durchmesser nicht sinnvoll. Die Umrechnung der einzelnen Angaben führt unter der keineswegs gesicherten Annahme 1 Elle = 2 Fuß = 24 Zoll zu Durchmessern zwischen 6,3 Fuß und 7,3 Fuß. Ebenso unsicher ist die Umrechnung der alten Maßeinheiten in metrische.

Das nach der Aufgabe der Klosterschule 1668 bedeutungslos gewordene Prunkstück des Klosters fand das Interesse: des Herzogs August Wilhelm, des Erbauers des Walkenrieder Jagdschlosses. Darüber vermerkt das Walkenrieder Kirchenbuch36:

Am 17. Januar 1715 ist auf Verlangen unseres Durchlaucht. Fürsten und Herrn August Wilhelms das große berühmte Handbecken, von der Capelle im Creutzgange, woraus die Mönche ehmals ihr Weyhwasser geschöpffet, mit dem Postement oder Fuße und Deckel, welches alles aus gutem Metall gegossen gewesen, durch 2 Fuhrleute aus er Weyde mit Nahmen Müller nach Saltzdahlum von hier aus dem Closter gefahren, nebst 2 kupffernen Röhren so darinnen gestecket.

Das Becken wurde dann zweifellos beim Abbruch des Schlosses Salzdahlum 1813 versteigert und für Napoleons Kanonen eingeschmolzen. Es gibt keinen Hinweis über seine Aufstellung in Salzdahlum und seinen späteren Verbleib; der Eintrag im Walkenrieder Kirchenbuch ist die letzte Nachricht. So endete das großartigste mittelalterliche Inventarstück des Klosters Walkenried; als Metallbecken demonstrierte es dessen Besitzstand an den Harzer Erzgruben und Metallhütten.

Die Wasserleitung diente den in den umliegenden Räumlichkeiten wohnenden Häuslingen weiterhin zur Wasserversorgung. An Stelle des Prunkbeckens war eingewöhnlicher Trog getreten, wie ihn v. Rohr bei seinem Besuch in Walkenried 1737 vorfand37: "... Dagegen läuft jetzund das Wasser durch eine Röhre in einen gemeinen Trog." Sic transit gloria.

2.2 Der geplante Abbruch des Brunnenhauses 1730

1730 wollte der Bauschreiber Rammelsberg den gesamten Südflügel bis auf den Kreuzgang abreißen und an dessen Stelle ein neues Amtshaus errichten. Dazu schlug er am 2. Juni 1730 vor, die alte Capelle, welche in dem Platze zwischen den Creutzgängen stehet, worin das große metallen Becken vor diesem gestanden, müßte weggerißen werden, indem sie gantz baufellig und könte man die Steine zu diesem Bau comoder gebrauchen, dieweil sie nahe dabey wäre, damit man das Licht von hinten desto besser in das Amtshauß nehmen könte.38

Dem Bauschreiber Zwibbe verdanken wir, daß es dazu nicht kam. Im April 1738 riet er "im Fall vorbemelte Capelle zur Antiquität soll erhalten werden" zu einer baulichen Sicherung des Gebäudes, zumal ein Abbruch nicht viel billiger geworden wäre als die Reparatur39:

Im Creuzganges Garten an dem Hauße wo das Handbecken gestanden ist auswendig, wo die Wasser Röhren herdurch liegen, ein Pfeiler ganz wandelbar und hat sich abgezogen, so daß fast kein Mensch ohne Lebensgefahr daselbst Wasser holen kann und könnten auch leicht, wenn dieser Pfeiler herunterschlagen sollte, wie er gewiß droht, die Wasser Röhren dadurch entzwey geschlagen werden.

Die Wasserleitung war damals also noch in Benutzung. 1740 wurden das Dach und ein Strebepfeiler ausgebessert.40 Einige Jahrzehnte später versiegte der Brunnen endgültig, und das Gewölbe stürzte ein. Genaueres ließ sich bisher dazu nicht feststellen; im Mai 1817 wurde das Dach abgenommen.41 Die Umfassungsmauern blieben glücklicherweise stehen und wurden 1899 wieder unter Dach gebracht.42 Dabei wurden auch die beiden südlichen Strebepfeiler ergänzt, während die ungewöhnliche Form des nordöstlichen wohl auf die erwähnte Reparatur des Jahres 1740 zurückgeht. Bei den jüngsten Bauarbeiten erhielt der Raum eine hölzerne Decke, und die im Maßwerk ebenfalls 1899 erneuerten Fenster bekamen eine neue Verglasung.

Abb. 8: Rekonstruktionsversuch der historischen Wasserleitungen in Walkenried: a-a mittelalterliche Leitung, b-b Leitung von 1826, c-c Verlegung nach der Bebauung der Harzstraße 1852, 1-5 Fundstellen von Holzröhren (nach W. Bierwisch), 6 Zapfstelle im Haus der Rektors, 7 Brunnenhaus, 8 Zapfstelle in der Klosterküche; 9 Fundstelle von Verbindungsbuchsen (nach K. Waßmann). Skizze: F. Reinboth.
 

3 Die Wasserleitungen des Klosters Walkenried

Die Beschreibungen Eckstorms und Letzners geben ausführlich Auskunft über die mittelalterliche Wasserleitung des Klosters, wie sie Letzner bei seinem Besuch in Walkenried 1594 vorfand. An die Quelle, den "Verschlossenen Born", erinnern heute nur noch eine Straßenbezeichnung sowie ein Pumpenhäuschen über einem modernen Brunnenschacht. Die Quelle ist versiegt, von der mittelalterlichen Quellfassung hat sich nichts erhalten.

3.1 Funde

Bei Kanalisationsarbeiten fanden sich 1957 Reste von Holzrohren vor dem Grundstück Kirschwiesenstraße 24 (Richtung etwa Nord-Süd) und beim Ausheben einer K1ärgrube auf dem Grundstück Kirschwiesenstraße 12 (Richtung nicht mehr feststellbar); für einen weiteren Fund in der Querstraße (jetzt Bäckergasse) waren genaue Angaben nicht mehr möglich (Abb. 3, Nr. 2 - 4). Beim Ausbau des Hintergebäudes Kupferbergstraße 7 wurde 1959 unter dessen Westecke nochmals ein Rohrstück gefunden (Richtung etwa NNO - SSW), das aus zwei durch eiserne Bandagen zusammengehaltenen Hälften bestand, die in Lehm gebettet waren (Abb. 3, Nr. 1). Zur Verbindung der einzelnen Holzpipen dienten beidseitig angeschärfte eiserne Ringe von ca. 110 mm Durchmesser.43 Damit läßt sich die in Abb. 8 a angegebene Leitungsführung rekonstruieren.

Im Widerspruch dazu erwähnt der frühere Heimatpfleger Waßmann einen Fund von "Teilen der Eisenringe" vor dem Hospital Steinweg 5 und rekonstruierte unter Zugrundelegung der Funde an den Grundstücken Kupferbergstraße 7, Kirchwiesenstraße 12 und am Hospital (Abb. 8, Nr. 1, 2, 9) eine Leitungsführung über diese Fundstellen durch das obere Tor, über den Steinweg und zum westlichen Klostereingang. Die übrigen Funde ordnet er einer anderen Leitung zu, die vom Mühlgraben her den "Wallgraben" (?) des Klosters mit Wasser versorgt haben so11.44 Abgesehen von dieser abwegigen Hypothese widerspricht Waßmanns Rekonstruktion auch den Beschreibungen Eckstorms und Letzners.

3.2 Die spätere Wasserleitung der Domäne Walkenried

Licht in das Dunkel des widersprüchlichen archäologischen Befundes brachte die Auffindung einer Akte45 über eine 1826 vom damaligen Domänenpächter Paulsen neu angelegte hölzerne Wasserleitung für dessen Brennerei, die ebenfalls den damals noch fließenden "Verschlossenen Born" anzapfte. Es gab also zwei hölzerne Wasserleitungen höchst unterschiedlichen Alters; Waßmann hat nicht die mittelalterliche, sondern die Wasserleitung des Jahres 1826 rekonstruiert.46

Diese führte vom Verschlossenen Born unter der Wieda hindurch in gerader Linie zum Torbogen und von dort über den Steinweg in die Brennerei im Südflügel der Klausur und die Küche des damals noch bestehenden alten Amtshauses (Abb. 8 b). Die einzelnen Röhren aus Fichtenholz waren 11 Fuß lang und wie schon bei der mittelalterlichen Leitung mit eisernen Büchsen verbunden; die Zapfstellen hatten Hähne aus Messing.

1840 wurden für eine Reparatur 200 fichtene Röhren von 11 Fuß Länge beschafft, weil die Leitung beim Bau der Wiedabrücke 1839 beschädigt worden war. Erneute Schäden zeitigte ein Hochwasser der Wieda im Winter 1849/50.

1851 wurde noch ein Nebenstrang zum Schafstall der Domäne verlegt, der den Mühlgraben unterdükerte; ein um 1960 vom damaligen Besitzer des Südflügels an dessen Südseite gefundenes Rohrstück gehörte wahrscheinlich zu dieser Leitung. Bei der Bebauung im Bereich Kirschwiesenstraße/Schützenstraße 1852 mußte die Röhrentour von den Baugrundstücken in die neue Querstraße und die Harzstraße umgelegt werden (Abb. 8 c).

Die Quelle "verlor in den letzten Jahren ihre Reichhaltigkeit", heißt es schon 1856 über den Verschlossenen Born. Eine Vergrößerung der Schüttung durch Anlage von Drainagen wurde als zwecklos verworfen. Trotzdem erörterte man 1861 noch einmal eine Neuverlegung der Wasserleitung, doch dann versagte sie 1862 ihren Dienst ganz und wurde aufgegeben. An ihre Stelle trat ein Brunnen beim Amtshaus, der bis auf den Kupferschiefer abgeteuft wurde, und eine kurze Leitung vom Mühlgraben zum Kuhstall.47

4 Zusammenfassung

Die vom Mühlgraben abgeleitete, die Trinkwasserversorgung ergänzende Versorgung des Klosters mit Brauchwasser sowie die Abwasserentsorgung durch gewölbte bzw. überdeckte Kanäle ist hier im einzelnen nicht weiter untersucht worden; es wird auf die Berichte über die neueren Grabungen verwiesen.48 Da die Frage der Druckwasserleitung für das Trinkwasser dort nur unbefriedigend berührt worden ist, sollte diese Dokumentationslücke hiermit geschlossen werden.

Die Leitungsführung für die Wasserversorgung des Klosters Walkenried schien wegen einer ebenfalls in Holzrohren geführten neueren Wasserleitung für den Brennereibetrieb der Domäne im 19. Jahrhundert zunächst völlig unklar zu sein. Zeitgenössische Mitteilungen der Walkenrieder Chronisten und Bauakten ermöglichen indessen eine weitgehend sichere Zuordnung des Fundgutes und damit vor allem ein recht präzises Bild einer mittelalterlichen Trinkwasserversorgung, wie es bisher nur für größere städtische Anlagen dokumentiert worden ist.

Der Verlauf der Wasserleitung des Klosters ist durch die Funde und im Bereich der Klausur durch die Erwähnung der Zapfstellen im Rektorenhaus49, Brunnenhaus und Klosterküche fast lückenlos gesichert. Hypothetisch ist der Verlauf der Wasserleitung nur im Bereich der Klosterkirche. Um so auffallender ist es, daß bei den umfangreichen Grabungen im Klausurbereich keinerlei Reste der Holzröhren aufgefunden wurden. Da die Röhren dort nach dem Zeugnis Eckstorms offenbar in gewölbten Kanälen und nicht im schützenden Erdreich verlegt waren, muß in diesem Bereich ihr völliger Verfall angenommen werden.

Der neueren Wasserleitung ist die von Waßmann erwähnte Fundstelle 5 (Abb. 8) zuzuordnen; ob der in seiner genauen Lage und Richtung unbekannte Fund 3 der mittelalterlichen oder der Domänenleitung zugehört, läßt sich nicht mehr beurteilen. Alles Fundgut, das datierbar und damit zweifelsfrei zu interpretieren gewesen wäre, ist leider nicht mehr zugänglich bzw. verschollen. Es ist zu hoffen, daß der hier dargelegte Forschungsstand bei zukünftigen Erdarbeiten im Bereich der recht genau bekannten Trassen beider Leitungen angemessene Berücksichtigung findet.50
 

Anmerkungen

1 Berenguier: Le Thoronet, S. 38.
2 Im Ortsbereich von Walkenried sind kürzlich zwei neue Brunnen errichtet worden. Die Anregung, wieder einen Brunnen im Brunnenhaus aufzustellen, verhallte dagegen leider ungehört.
3 Walbe: Arnsburg, S. 129.
4 v. d. Meer: Atlas. Der Brunnen in Osseg ist z. Z. trocken.
5 Gaumannmüller: Heiligenkreuz, S. 40.
6 Mussbacher: Lilienfeld, S. 23.
7 Hölscher: Loccum, S. 99 f.
8 Hölscher: Loccum, S. 128.
9 Hölscher: Loccum, S. 83 und 128.
10 Walbe: Arnsburg, S. 162. Derartige Tonrohre sind z. B. in der Provence noch gar nicht lange außer Gebrauch, z. B. im Combe de Maraguyere unweit Bedoin.
11 Freundliche Mitteilung von Herrn Rolf Friedrich, Klosterbuch. Dazu E. Leithold: Die Zisterzienser von Kloster Buch.
12 Walbe:Arnsburg, S. 162.
13 Kubes: Zwettl S. 38.
14 Hahn: Kirchenbaukunst, S. 19 u. 310.
15 Wissmann: Kloster Bronnbach, S. 123.
16 Ein Brunnen im Brunnenhaus wurde erst während der vorübergehenden Neubesiedelung durch Zisterzienser aus Sticna (Sittich) 1921 - 1931 beseitigt. Wissmann: Kloster Bronnbach, S. 157).
17 Kruse: Marienthal S. 40. - Was soll die von Kruse angegebene Wasserzuleitung zur Kirche bezwecken? Vielleicht handelt es sich um Abwässerkanäle der üblichen Ausgüsse im Lesegang.
18 Maier/Keibel-Maier in: Kirchen - K1öster - Manufakturen, S. 95.
19 Maier/Keibel-Maier in: Kirchen - K1öster - Manufakturen, S. 104.
20 Vgl. Anm. 17.
21 Walbe: Arnsburg, S. 162 f.
22 Maier: Mönchsrefektorium.
23 Letzner: 3. Buch, fol. 170r, und ders.: Chronica, fol. 57 f.
24 Die Bestände des Lapidariums lagern z. Z. (1994) mit allerlei Gerümpel unzugänglich in der Ruine der sog. Abtei. I)as Löwenmotiv findet sich auch an einem Schlußstein des Brunnenhauses von Osseg.
25 Schon bei Girschner: Walkenried, S. 66.
26 Die Formulierung "für eine Einwölbung vorgesehen" (Maier/Keibel-Maier: Führer Walkenried S. 28) ist also eine unnötige Einschränkung.
27 Hofmanns Aufzeichnungen sind 1944 in Hannover britischen Bomben zum Opfer gefallen. Abb. und Textauszüge bei Steinacker, Bau- und Kunstdenkmäler Blankenburg S. 342.
28 Leuckfeld: Chronicon Walkenredense, S. 66 mit Abb.
29 Urkundenbuch Walkenried Nr. 99 (1216).
30 Letzner: Chronica, fol. 66v.
31 Eckstorm: Chronicon Walkenredense, S. 197.
32 Eckstorm: Einfeltig Bedencken, fol. 84 recto.
33 Letzner: 3. Buch vom Closter W., fol. 169v-170v. Sinngemäß ders.: Chronica, fol. 57 recto und verso (1598).
34 Inventarium was sich im Closter Walkenried anno 1648 am 25. Maji befunden. - Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel 11 Alt Walk 77, Fol. 11 recto.
35 Graupenwerk: wohl gleichzusetzen mit Gropengut, einer Legierung von Kupfer mit Zinn und Blei. Vgl. E Fuhse: Handwerksaltertümer (= Werkstücke aus Museum, Archiv und Bibliothek der Stadt Braunschweig VII). Braunschweig 1935, S. 6 f. (Freundlicher Hinweis von Frau Dr. M. Wiswe, Landesmuseum Braunschweig). Letzner (3. Buch, fol. 170) spricht von "Glockenspeis".
36 Kirchenbücher Walkenried 1667 - 1814, N 744 T. II, S. 581 links. Erwähnt auch bei G. A. Leibrock: Chronik Blankenburg S. 274 (Fußnote).
37 J. B. V. Rohr: Merkwürdigkeiten des Oberharzes, S. 173 f.
38 Acta die Erbauung eines neuen Amtshauses in Walkenried ... betr. - Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel, 3 Blg 1647, fol. 23. P1äne für den Neubau ebenda sowie im Institut für Denkmalpflege Hannover (freundlicher Hinweis von Dr. K. Maier).
39 Ebenda (Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel, 3 Blg 1647), fol. 47 f.
40 Reparatur und Abbruch von Klostergebäuden betr. - Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel: 3 Blg 1663: fol. 3, 9, 13.
41 Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel: 76 Neu Fb 2: 2938.
42 Zeitung für den Harz vom 17. 12. 1898, Wieda; Steinacker: Bau u. Kunstdenkmäler Blankenburg, S. 310 - 312.
43 Hinweise von W. Bierwisch †, Walkenried.
44 K. Waßmann: Der Klosterort Walkenried, III. Teil, S. 67.
45 Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel 76 Neu Fb 2 2941.
46 Wahrscheinlich hat schon Waßmann die genannte Akte des Staatsarchivs Wolfenbüttel benutzt, jedoch ohne genau zu zitieren.
47 Alle Angaben nach 76 Neu Fb 2 2941, Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel.
48 Vgl. Anm. 18/19.
49 Zur Lage des Rektorenhauses vgl. Eckstorm: Chronicon S. 96:"Sacellum hoc (d. h. die sog. Abtskapelle bzw. Krankenkapelle) contiguum est hodie domus rectoris". Vgl. auch Steinacker, Bau und Kunstdenkmäler S. 336.
50 Zu Fragen der mittelalterlichen Wasserversorgung sei auf Band 4 der Reihe "Geschichte der Wasserversorgung", Herausg. Frontinus-Gesellschaft e. V., Bonn, verwiesen: Die Wasserversorgung im Mittelalter. - Mainz 1991. Die darin enthaltenen Beiträge behandeln die in der Einleitung dieser Arbeit nur angeschnittenen Probleme z. T. eingehend, insbesondere auch die Wassertechnik der Zisterzienser.

Literatur

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K. Waßmann: Der Klosterort Walkenried und seine Geschichte. 3 Bände, Walkenried 1957. Mskr. im Archiv des Vereins f. Heimatgeschichte Walkenried und Umgebung e. V.

Abbildungsnachweis

Abb. 6: Foto K. Pfeifer.

Abb. 7: K. Steinacker: Die Bau und Kunstdenkmäler des Kreises Blankenburg. Wolfenbüttel 1922, S. 343.

Abb. 8: Skizze F. Reinboth