Abb. 23: So könnte der Raumeindruck in einem der Rundräume des Wohnturms in seiner Anfangszeit gewesen sein. Da keine Treppen in die dicken Mauern eingebaut wurden, mußten die Geschosse über Holztreppen erschlossen werden. Die natürliche Raumbeleuchtung dürfte besonders in den unteren Geschossen - sehr spärlich gewesen sein. Zwei künstliche Lichtquellen erhellen diesen Raum nur schwach und werfen lange Schatten der Holztreppe auf die runde Wand. Für die oberen Etagen könnte durchaus eine stärkere Durchfensterung der feindabgewandten Südseite, wie auf Bild 1 dargestellt, vorgelegen haben.
Computersimulation von Dr: W. Zöller, Stuttgart

 

Literatur

BINNEWIES, W. (1995): Der historische Gipsbrennversuch auf dem Gelände des Werkes Rocogips-Dorste - Heimatblätter für den süd-westl. Harzrand Hrsg.: Heimat- und Geschichtsverein Osterode/Harz und Umgehung e.V.,Heft 51, 117-119.

GARY, M. (1902): Vorbericht über Versuche mit Estrichgips und Gipsmörteln, III. Besuch alter Bauwerke, die in Gipsmörtel errichtet wurden, und Untersuchung dieser Mörtel. - Mitt. Königl. techn. Versuchsanstalten zu Berlin 20 (1), 31-40.

GROBIS, H. (1983): Die"Alte Burg" in Osterode - Heimatblätter für den süd-westl. Harzrand, Hrsg.: Heimat- und Geschichtsverein Osterode/Harz und Umgebung, Heft 39/1983, S. 46-71.

HOLZAPFEL, F. & KOHNKE, H.-G. (1990): Die Bausubstanzerfassung der Burgruine "Alte Burg", Stadt Osterode am Harz, Landkreis Osterode am Harz. - Heimatblätter für den südwestl. Harzrand, Hrsg.: Heimat- und Geschichtsverein Osterode/Harz und Umgebung, Heft 46, S. 17-38.

KULKE, H. (1995): Die Alte Burg zu Osterode: Herausragendes Beispiel einer verlorenen Bautradition. - Heimatblätter für den Südwestharz; Hrsg. Heimat- und Geschichtsverein Osterode/Harz und Umgebung, Heft 51, 6-31.

KULKE, H. (1998): Gips im historischen Harzer Bauwesen: Naturstein, Mauermörtel, Putz sowie Estrich und die früher Wiederverwendung dieser Baustoffe - NNA-Berichte 2/98, S. 157 - 170. - A. Toepfer Akademie für Naturschutz, Schneverdingen

KULKE, H. & BINNEWIES, W. (1998): Gipsbrennen nach historischer Art für Restaurierungszwecke: Der Gipsofen bei Osterode am Harz und seine Produkte. - DenkMal, Zeitschr. f. Denkmalpflege in Schleswig-Holstein, 5, S. 75 - 78.

MIELKE, I. & STARK, J. (1995): Praktische Erfahrungen beim Einsatz des Injektionsschaummörtels. - Wiss. Zeitschr. Hochschule f. Architektur und Bauwesen Weimar Heft 41, S. 139 141.

STEINBRECHER, M. (1992): Gipsestrich und -mörtel: Alte Techniken wiederbeleben. - Bausubstanz 8 (10), 59-61.

STEINBRECHER. M. (1994): Historische Gipsmörtel und Gipsestriche. - Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, Helt 2, 127 - 133

STÜRMER, S., MIELKE, I. & STARK, J. (1994): Injektionsschaummörtel für die Bauwerkssanierung - Wiss. Zeitschr. Hochschule f. Architektur und Bauwesen Weimar Heft 40, S. 15 -21.

WEICHMANN, M. J. (1997): Historische Gipsmörtel in Deutschland: Mineralogische, chemische und physikalische Eigenschaften, Ableitung der Brennprozesse und Rezepturen, Wechselwirkungen mit Werksteinen, 241 S. Diss. TU Clausthal.