30 Jahre
Karstwanderweg Südharz

„Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“
 

Geschichte, Erfolge,
Erwartungen und Chancen

von Dipl.-Geologe Firouz Vladi,
Osterode am Harz

Teil II


Projekte und Planungen

Es gibt viel zu tun, bis der Karstwanderweg Südharz ein „Selbstläufer“ geworden ist und Erträge in der Region abwirft. Und auch dann bedarf er der permanenten Organisation und Unterhaltung. Besonders für einige Projekte wäre ein einheitlicher und rechtsfähiger Träger wünschenswert. Eine solide Träger- und Betreiberstruktur könnte als Verein oder besser noch als Stiftung, möglichst unter Einbindung u.a. der drei Kreise und ihrer vom Weg berührten Kommunen entwickelt werden. Dazu gehört möglichst auch eine Geschäftsstelle.

Für die Stadt Osterode am Harz wurde 2008 ein Rundweg aus zwei Tagesstrecken zu ca. 20 km ausgearbeitet; dieser Rundweg mit zentralem Startplatz am gut ausgebauten öffentlichen Parkplatz am Schwimmbad ALOHA verbindet die beiden parallelen Äste des Karstwanderwegs sinnvoll zu zwei Tagestouren mit notwendiger Übernachtung in Osterode und Anbindung mehrerer Gaststätten. Ein diesbezügliches Wochenendangebot ist Gegenstand der städtischen Fremdenverkehrswerbung. Eine solche Konstruktion könnte Vorbild auch für andere Städte im Landkreis Osterode am Harz sein.Auch hat die Stadt Osterode den Bahnhof mit dem Weganfang sinnvoll durch Hinweisschilder verbunden.

2010 wurde begonnen, zunächst die ca. zehn Gymnasien entlang des Karstwanderwegs einzubinden, andere Schulen sollen folgen. Hintergrund: die Fülle der regionalen wissenschaftlichen Literatur zum Südharz der vergangenen 150 Jahre, besonders zur Geschichte und Naturkunde, ist zum großen Teil dem Fleiß und der Liebe zur Region zahlloser Lehrer zu verdanken, die ihre Beobachtungen und Forschungsergebnisse den Fachzeitschriften der Region anvertraut hatten. Mit Erschrecken müssen wir feststellen, dass diese segensreiche Bewegung abgeflaut ist. Die Ursachen sind vielfältig und haben auch mit der Mobilität der Lehrkräfte heute zu tun.

Und hinter dieser älteren Lehrergeneration standen Schülerinnen und Schüler, die sie verstanden, mit der Heimat, ihrer Geschichte und Natur vertraut zu machen. Viele gute Erinnerungen, etwa einen Ausflug ins Hainholz mit abenteuerlichem Besuch der Jettenhöhle trägt die ältere Generation noch heute in sich. Ist es nicht eine sinnvolle Herausforderung, auch den heutigen Schülerinnen und Schülern dies zu ermöglichen?

Schulischerseits besteht große Bereitschaft zur Kooperation. Derzeit wird an der Entwicklung von Begleitmaterial gearbeitet, das die o.g. interdisziplinären Ziele widerspiegelt.

In den Unterhaltungskosten dominiert die Beschilderung, insbes. die 200 Erläuterungstafeln. Es hat den Anschein, dass auf Dauer die öffentliche Hand die Unterhaltung des Weges nicht leisten kann. Muss sie auch nicht, denn der Weg hat bestimmungsgemäß Nutznießer, wenn er ein Förderinstrument für den ländlichen Raum sein soll. Wie können die Unterhaltungskosten für die Beschilderung dennoch langfristig eingespart und die Landschaft vom zunehmenden Schilderwald entschlackt werden?

Bereits heute ist der Karstwanderweg unter www.karstwanderweg.de/gps/inhalt.htm als Track für jedermann und kostenfrei verfügbar. Unter dem Motto „weg vom Schild“ wollen wir den Karstwanderweg zu Deutschlands interessantesten GPS-Wanderweg entwickeln: mit Hunderten interaktiver Points of Interest und interaktiver Kommunikation. Was steht dahinter? Wir wollen nicht, dass alte und traditionelle Harzgäste sich nach einer etwaigen Entfernung der Beschilderung verlaufen. Die Schilder werden noch 20 Jahre gepflegt werden müssen. Dazu gehören auch gedruckte Wanderkarten.

Aber wir möchten auch besonders die jungen Menschen ansprechen. Wenn heute 15-jährige ein Handy haben (das sind praktisch alle!), dann haben in 10 Jahren all diese Geräte neben Telefon, SMS, Internet samt Satellitenbildern und topografischen Karten, Radio, Navi- und Fotofunktion einen größeren Bildschirm sowie GPS bzw. künftig das genauere europäische Galileo-System.

Wir müssen junge Menschen für den Harz als Tourismusdestination gewinnen; als Verdienende wollen wir sie 20 Jahre später als Gäste und Kunden wieder sehen. Wir glauben, über begeisternde Technik und Nutzung derer Funktionen samt dem Geocaching in einer attraktiven Landschaft und auf einem vielgestaltigen Weg dazu beitragen zu können. Und in 30 Jahren geht es dann ganz ohne Beschilderung!? Eine Idee, die z.Z. im Harz noch kaum kommuniziert werden kann, aber das macht es reizvoll, ein solches Ziel zu verfolgen: Grenzen überschreiten!

Geocaching begeistert immer mehr Menschen allen Alters. Hunderte „Schätze“ sind schon im Südharz versteckt. Alles mit viel Phantasie und Spaß gemacht, wer sie sucht und findet kommt raus in die Landschaft und lernt Plätze kennen, die man sonst kaum aufgesucht hätte; ja und beim Finden haben sich schon manche Paare gefunden oder es sind Freundschaften entstanden. Man benötigt zur elektronischen Schnitzeljagd nur einen GPS-Empfänger, Zugang zum Internet, Phantasie und eine gute Spürnase. Wir haben eine Initiative gestartet, am Karstwanderweg weitere Caches auszulegen und die neu angebotenen Geocaching-Sonntagswanderungen machen allen Beteiligten viel Spaß. Einen Versuch ist es wert; die Karte zeigt Caches zwischen Bad Sachsa, Walkenried und Ellrich:

www.geocaching.com/map/beta/default.aspx?lat=51.7225&lng=10.244167

Es besteht bereits eine gute - und z.T. ist sie noch ausbaufähig - Kooperation mit Harzer Touristikeinrichtungen, dem HTV, den Harzer Förderkreis, dem Harzklub und seinen Zweigvereinen und dem Regionalverband Harz. Wir glauben, dass eine Wanderdestination Harzgebiet neben den Gebirgswanderwegen wie Harzer Hexenstieg, Försterstieg oder Baudensteig auch Wege am Harzrand und im Vorland braucht. Verfügen doch viele etwa dem HTV angehörenden Gebietskörperschaften über Anteile im Harzvorland und haben somit auch Verantwortung für die Fremdenverkehrsförderung in den Harzrand- und Harzvorlanddörfern und ihrer Landschaft.

Ein guter Erfolg sind die Stempelstellen mitsamt der Harzer Wandernadel; die zugehörige Wanderkarte weist bereits den Karstwanderweg Südharz aus, nur fehlen - bes. im Südwesten - noch Stempelkästen an attraktiven Punkten. Wir möchten als ArGe Karstwanderweg in Abstimmung mit der Organisation „Gesund älter werden im Harz e.V.“ das Netz der Stempelstellen entlang des Karstwanderwegs ergänzen und eine Wandernadel (vorauss. ein Gipskristall) für spezifische Nutzer des Karstwanderwegs (sog. Karststempler) entwickeln.
Die Gaststätten und Beherbergungsbetriebe entlang des Karstwanderwegs sollen neben den Wanderern letztlich Nutznießer des Weges sein. Hier liegt noch viel Potenzial, insbesondere kann dies durch Kommunikation und Kooperation entwickelt werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Karstwirte, wie sie sich im Kreis Mansfeld-Südharz erfolgreich gebildet hat, soll Vorbild für eine ebensolche im Landkreis Osterode sein. Hieran müssen wir arbeiten!

Sehr charmant hat sich die Berufung von Karstköniginnen (z.Z. Wiebke I., Wiebke Berkel aus Klettenberg) nebst Karstprinzessinnen entwickelt; Herrn Andreas Heise in Ellrich sei hier in besonderer Weise gedankt. Auf vielen guten Events bewerben die Hoheiten den Südharz und sein Alleinstellungsmerkmal, die Gipskarstlandschaft, mit viel Sympathie.
Der Karstwanderweg ist eigentlich nicht nur ein konkreter Weg; er ist vielmehr eine Leitidee, eine Achse, entlang derer sich die Besonderheiten (ndt. Highlights) der Karstlandschaft wie Perlen auf einer Schnur aufreihen. Um diese Perlen zu zeigen und zu erleben, dazu bedarf es nicht nur des Wanderns. Ebenso gut geht es umweltfreundlich und am Landschaftsgenuss orientiert mit dem Fahrrad und mit dem Pferd, je auf z.T. getrennten, aber benachbarten Routen! Auto, Quad und Motorrad seien hier hintangestellt. Wir müssen also die bestehenden radtouristischen Planungen und Einrichtungen für die Nutzung des Harzrandweges und des Harzvorlandweges umsetzen bzw. mit Leben erfüllen. Wer bietet eine Woche Radurlaub am Südharz oder rund um den Harz als Pauschalangebot mit Gepäckvoraustransport an? Wie lassen sich die Reiterhöfe und -vereine zu ähnlichen Angeboten motivieren?

Fast alle Ausgangspunkte von Touren auf dem Karstwanderweg sind Parkplätze. Die reale Nutzung des Weges geht auch von diesen Parkplätzen aus. Diese sind ähnlich dem Vorbeschriebenen entlang der Südharzachse aufgereiht; diese Achse durchzieht mit Straßen die Karstlandschaft. Deshalb gäbe es einen Sinn, einen solchen Straßenzug als „Deutsche Karststraße“ auszuweisen und somit die sehr viel auflagenstärkeren Werbeinstrumente der Straßentouristik für den Südharz mit zu nutzen.

Die Kirchen entlang des Karstwanderwegs sind Orte des Gottesdienstes, doch dient man Gott am besten in dem Lob über seine Schöpfung inmitten der Natur, die wir hier am Südharz so überaus reizvoll wahrnehmen können. Kirchen sind zugleich Zeugnisse der Baukunst, Baugeschichte und der Baumaterialien. Meist sind es hier Dolomit, Anhydrit und Buntsandstein als Werkstein und Gips als Mörtel. Daher wurden die Kirchen auf www.karstwanderweg.de und unter der Rubrik „Karst & Kirche“ in die Sonntagswanderungen mit eingebunden.

All dies kostet in der Umsetzung viel Geld. Förderprogramme wie „Natur erleben“ (Niedersachsen) werden genutzt. So ist es umso erfreulicher, dass mit dem im Landkreis Osterode entwickelten Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) die Förderung und Entwicklung des Karstwanderwegs als ein herausragendes Leitprojekt platziert werden konnte. Mit der nun erfolgten Anerkennung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ hoffen wir hier auf bessere Förderchancen, da wir dem Wanderer die darin definierte Qualität zusichern können.
Mit der aufwendigen Grundlagenerfassung zum Qualitätsmanagement „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ wurden erstmals die „Orte natürlicher Stille“ am KWW erfasst. Noch sind diese Orte weder in der neuen Wanderkarte 1:33.000 dokumentiert noch am Weg oder im Internet gekennzeichnet.

Wer jedoch auf dem Karstwanderweg wandert, wird diese Orte natürlicher Stille leicht finden: Unbeeinflusst von verkehrs- und maschinenerzeugten Geräuschen kommen hier die vielfältigen Laute der Natur selbst zu Entfaltung. Je nach Witterung, Tages- und Jahreszeit führen zwitschernde oder klopfende Vögel, Nahrung suchende Wildbienen, knisternde Ameisenhaufen, plätschernde Gewässer, knarrende Gehölze, fallende Baumsamen, werbende Insekten und Käfer u. v. m. zu einzigartigen „Klangkompositionen“.

Sich an Orten natürlicher Stille Zeit zu nehmen und sich mit allen Sinnen dem abenteuerlichen Leben in der Natur zu widmen, sollte ein sehr erholsamer und gleichzeitig erlebnisreicher Kontrast zur Eile im Alltag sein. Irgendetwas Einzigartiges können Sie dabei immer wahrnehmen oder entdecken, z. B. ein Wildbienenquartier; ein Bärlauchblatt, dass ein Buchenblatt durchbohrt u. v. m. Mit jedem neuen Besuch werden neue Wahrnehmungen verbunden sein.

„… und die Wälder bergen Düfte, die uns Heilung vorhersagen …“ heißt es auch im Karst-Rap.
Neugierig geworden? – Ihre Sinne werden sich freuen!
 

Große Rundwanderung NSG Hainholz-Beierstein, Kr. Osterode am Harz
Natur- und Kulturlandschaft auf Gips am Südharz

8,5 km, ca. 3 Stunden, nur mildes Auf und Ab. Selbstversorgung.
Start: Parkplatz Hainholz bei Düna, Stadt Osterode am Harz.
Info u. Karte: www.karstwanderweg.de/download/touren/tour5.htm

Die Kultur- und Naturgeschichte wird auf der Wanderung ebenso gestreift wie Karstwasser, Höhlen, Erdfälle, Bachschwinden und Karstquellen, die Siedlung Düna sowie die Landschaftspflege mit dem um Düna wieder anzutreffende Harzer Roten Höhenvieh. Die Route führt auch über den Rötzelwanderweg und erschließt das Verkarstungsgeschehen um den Beierstein, dessen Wässer bis Förste gelangen.

Alle weiteren Informationen zum Gebiet ergeben sich aus den der Kartenskizze eingetragenen gelben und roten Schildchen; sie zeigen Erläuterungstafeln im Gelände an. Bitte lesen Sie alles Weitere vor Ort! Wie empfehlen, den Rundweg im Uhrzeigersinne, also vom Start zuerst ins Hainholz zu gehen. Dort ist ein kleiner Naturlehrpfad mit 10 Tafeln besonders ausgeschildert.

Der Naturschutz im Hainholz -
"Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist von einzigartigem Naturwert, von großer landschaftlicher Schönheit und bietet Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna. Die Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tragen hinsichtlich der Gipskarstlandschaft besondere Verantwortung und haben ... wertvolle Teile der Gipskarstlandschaft geschützt. .. Natur- und Landschaftsschutz soll sich auch aus der Region entwickeln und von den dortigen Bürgern, Gemeinden und Verbänden getragen werden. ...“
In dieser hier in Auszügen wiedergegebenen Erklärung der drei Umweltminister aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vom Januar 1999 spiegelt sich beispielhaft wieder, was an Arbeit auch um Hainholz, Beierstein und die Gipskarstlandschaft zwischen Schwiegershausen, Hörden und Düna in über 40 Jahren von vielen geleistet worden ist; von Bürgerinnen und Bürgern, Landwirten, Gemeinden, dem Kreis Osterode, dem Land Niedersachsen, der Bundesverwaltung, von Universitäten und Wissenschaftlern, Verbänden und Initiativen. Auf diesen breit getragenen, vielfältigen Einsatz geht es zurück, wenn heute, etwa auch bei den beliebt gewordenen Sonntagswanderungen auf dem Karstwanderweg, zahlreiche Schwiegershäuser, Dünaer, Hördener und andere Südharzer und ihre Gäste hier eine intakte Kultur- und Naturlandschaft erleben können.


Rund um die Wasserscheide Elbe-Weser (Eichsfeldschwelle)
Gips, Dolomit, Erdfallseen und die abwechslungsreiche Südharzlandschaft

18 km, ca. 6 Stunden zzgl. Einkehr (in Bartolfelde oder Steina) - Start: in Nüxei an der B 243
Info und Karte: www.karstwanderweg.de/download/touren/tour2.htm

Diese Tour verbindet den je separat ausgeschilderten nördlichen und den südlichen Ast des Karstwanderwegs. Starten Sie diese Rundwanderung gegen Mittag; so können Sie rechtzeitig zur Stärkung in Steina oder zu Kaffee und Kuchen im Hofcafé in Bartolfelde einkehren. Die Tour ist in beiden Richtungen attraktiv. Hier ist sie ab Nüxei im Gegenuhrzeigersinne beschrieben, Details sind den Erläuterungstafeln im Gelände zu entnehmen.
Die flache Karstsenke am Nussteich, ein Polje, nimmt das Wasser der Fitzmühlenquelle auf und staut bei Hochwasser bis zur Straße zurück, dann fließt zugleich die Steina in die Senke. Die Wässer verschwinden und kommen bei Nordhausen wieder hervor. Der Weg passiert dann die Furt durch die elf Monate im Jahr trockene Steina. Auf der anderen Seite der Furt liegt die Gedenkstätte zum ehem. KZ-Außenlager Nüxei, vo dem aus die Helmetalbahn 1944/45 gebaut wurde. Bei Anstieg zum Römerstein zeigt sich rechts unten die Springwiese mit ihren verschiedenen Karstquellen.
Der Römerstein (Vorsicht beim Besteigen!) ist ein 257 Millionen Jahre altes „Korallen“-Riff. Nur wenig älter ist der Stauffenbüttel, ein Vulkan aus der frühen Permzeit, etwa 290 Mio. J. alt.
In Steina lohnt ein Besuch im Glasmuseum mit Darstellung der historischen Waldglasproduktion am Südharz. Nach evtl. Einkehr geht es steil bergan auf den Mühlberg mit weitem Panorama über die Südharzlandschaft.
Ein weiteres Riff aus der Zechsteinzeit ist der im Wald am Wegesrand liegende Eulenstein. Von hier geht es hinab ins Winkeltal, an dessen oberem Wiesenende der Talbach im Karst verschwindet. Ein ärmlicher Bergbau auf Kupfer und Eisen ist hier früher umgegangen. Am Talausgang überrascht die neue Hochbrücke der B243n.
Das „Moostierchenriff“ ist ein aufgelassener Steinbruch vor Bartolfelde. Als Naturdenkmal ist es in unzähligen wissenschaftlichen Werken beschrieben. Man sieht die Momentaufnahme des von Nordwesten anbrandenden Zechsteinmeeres an eine Grauwackenklippe des alten Harzgebirges.
In Bartolfelde ist am Wochenende Einkehr im Hofcafé (unser Tipp: Feuerwehrtorte!). Danach geht es auf dem südlichen Ast des Karstwanderwegs weiter über Erdfälle, die im jüngeren Gips des Zechsteins durch Gipsauslaugung entstanden sind, etwa dem wassergefüllten „Grundlos“. Auch von hier eröffnen sich schöne Panoramen auf den südlichen Harz.
Der restliche Weg kreuzt die Trasse der unfertig gebliebenen Helmetalbahn, die 1944/45 von KZ-Häftlingen errichtet wurde. Weiter geht es über die Halde des Dolomit-Steinbruches an der Wolfskuhle, aus dessen Lagerstätte vor 800 Jahren die Werksteine für das Kloster Walkenried gebrochen wurden. Der Weg quert das Blindtal des Steingrabens, der etwas oberhalb im Gebüsch verborgen in einer Karstschwinde versiegt mit Wiederaustritt am Salzaspring vor Nordhausen.
Über Wiesen und Pferdeweiden geht es zum Ausgangspunkt nach Nüxei zurück.

Teil I