Erste Botschafterin des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz

Es war eine stimmige Atmosphäre unterhalb der Burgruine von Questenberg, als das Vorstandsmitglied des Vereins "Zukunft im Südharz" e.V. Herr Dr. Frank Rey an die Bundestagsabgeordnete Uda Heller (CDU) die Urkunde überreichte. Sie ist die erste Botschafterin für das Biosphärenreservat Südharz. Damit wird ihr nicht nur Anerkennung zuteil, sondern vor allem die wichtige Aufgabe, die Intention dieses vom MAB-Komitee der UNESCO anzuerkennenden Status für die Gipskarstlandschaft in der Region populär zu machen. Frau Heller ist eine couragierte Frau, der man dies durchaus zutraut.

Sie ist mit der Südharzregion eng verwachsen und weiß, wovon sie redet. Die Questenberger Landschaft kennt sie gut und die Identität mit der Heimat ist eine Voraussetzung, solch einen verantwortungsvollen Posten wie den einer Botschafterin zu übernehmen.

Foto: Zukunft im Südharz e.V.

Für das geplante Biosphärenreservat Südharz steht es 5 vor 12. Die öffentliche Anhörung zur Ausweisung endet mit dem morgigen Tag. Die Landesregierung macht es vom Votum der Mehrheit der Kommunen abhängig, ob der Antrag bei der UNESCO gestellt wird. Die Gipskarstlandschaft erfüllt angesichts ihrer Einmaligkeit in Mitteleuropa den Anspruch auf die Repräsentation eines Naturraumes, der seines Gleichen sucht. Der oberflächennah anstehende Gips und dessen Löslichkeit bedingen eine enorme Landschafts- und Artenvielfalt auf engstem Raum. Aber das allein genügt eben nicht. Die Menschen in der Region, so fordert es die UNESCO, müssen sich im Vorfeld der Ausweisung zu dem Status eines Biosphärenreservates bekennen. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie das ideelle Ziel mittragen, in dieser oder besser mit dieser Landschaft zu wirtschaften, ohne sie zu zerstören. Dazu bedarf es zunächst einzelner Multiplikatoren, die Vermarktungsstrategien entwickeln, von denen Impulse für die gesamte Region ausgehen. Aber das muss in die Köpfe der Menschen. Ob dies gelingt, hängt zum Beispiel von solchen Impulsgebern wie Frau MdB Uda Heller ab. Sie hat ein verantwortungsvolles Erbe übernommen. Bleibt zu hoffen, dass es ihr gelingt, die Hoffnung, die in sie gesetzt wird, zu erfüllen und weiter zu tragen.