Wasser aus der Dolomit-Badewanne

Quellen sind örtlich begrenzte natürliche Austrittsstellen des Grundwassers an der Erdoberfläche.
Eine Quelle bildet sich meist dort, wo die Grundwasserführende Schicht die Erdoberfläche schneidet, oder wo die geologischen Verhältnisse Grundwasser stauen und zum Austritt zwingen.

Die Silberbornquelle liegt an einer Schichtgrenze zwischen einer wasserundurchlässigen Schicht im Untergrund (Tonschiefer des Devon- und Karbonzeitalters) und dem aufliegenden Zechsteindolomit. Dieser ist verkarstet mit vielen Hohlraumsystemen wie die Einhonhöhle, in denen sich Regen- und Grundwasser sammelt.

Dort wo die Basis des Dolomits am Hang ausstreicht, beginnt über der undurchlässigen Schicht eine Schichtquelle wie hier zu sprudeln. Zudem senken sich die Tonschieferschichten zum Zentrum des Berges in die Tiefe und die Dolomitschichten bilden eine Mulde einer "Badewanne" gleich im Berg. Das Bergwasser läuft am Rand aus dem Muldenbereich heraus und tritt auch als Überlauf dieser Badewanne zutage. Um die Brandköpfe herum sind somit etwa 30 dieser Quellen auf der Schichtgrenze vorhanden.


Schematischer Schnitt durch die Brandköpfe mit der Schichtgrenze Dolomit zum Tonschiefer.
Das Bergwasser tritt am Hang aus auf dem Anschnitt der Grenze zum Wasserstauer.

Quellbeispiele an den Brandköpfen


Die gefasste Silberbornquelle

GPS-Koordinaten
N 51.6368° E 10.3943°


Konzept, Gestaltung, Text: Dr. Ralf Nielbock www.MUSiGN.de
Abbildungen und Fotos: Dr. Ralf Nielbock & Archiv GUf. e.V.

Weitere Infos: www.natur-live.de