9. Südharz-Symposium 7./8. Juli 2006 in Stolberg
 
Regionalentwicklung im
Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

 
Kurzabstract von Ronald Henschel,
Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
 

Landschaftspflege
Die Landschaftspflege dient der Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Sie beinhaltet Maßnahmen der gezielten Erhaltung und Pflege von Lebensräumen einheimischer Pflanzen- und Tierarten. (ca. 35 ha jährliche Grundinstandsetzung)

Förderung nachhaltiger Nutzungsstrategien

  • Zusammenarbeit mit Landschaftspflegeverbänden
  • Förderung extensiver Beweidungskonzepte über Vertragsnaturschutz (VNS)
  • (Konflikt: im NSG – kein VNS mehr möglich )
  • Beratung von Landnutzern 
  • Förderung regionaler Vermarktungsstrategien
Projekte mit Landschaftspflegeverbänden
Naturschutzfachliche Beratung und Unterstützung, insbesondere von kleinen landwirtschaftlichen Familienbetrieben, durch Mitarbeiter des Biosphärenreservates.
Beispiel Projekte des LPV „Harz“ e.V. im Biosphärenreservat:
  • Landschaftspflege mit Schafen durch 2 Schäfereibetriebe in den Naturschutzgebieten der Südharzer Karstlandschaft. (auf ca. 200 ha)
  • Landschaftspflege durch Beweidung mit Ziegen im Bereich Hohlstedt –Wallhausen auf ca. 50 ha vorgesehen. (z.Zt. 15 ha)
Schutz vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen
  •  z.B. Harzer Rotes Höhenvieh durch Einsatz in Landschaftspflege und Fleischvermarktung
Inventur der Streuobstflächen
Um eine Aussage über den Stellenwert des vorhandenen Streuobstes im Biosphärenreservat treffen zu können, ist eine flächengenaue Kartierung erforderlich. Dabei werden die Streuobstflächen als auch die Reihenpflanzungen an Wegen nach Obstart, Alter, Anzahl, sowie Pflegezustand aufgenommen. Diese Daten sollen die Grundlage für ein Flächenmanagement bilden. (ca. 500 ha aufgenommen, Einsatz mobiler Mosterei)

Förderung von Handel und Gewerbe
Gemäß den MAB – Kriterien ist auch das regionale Handwerk und Gewerbe in eine nachhaltige Entwicklung einzubeziehen. Das Biosphärenreservat strebt ein Gesamtkonzept an, welches eine gemeinsame Regionalvermarktung im Harz und Kyffhäuser vorsieht. Dabei wird das vom Harzer Förderkreis e. V. inszenierte Markenzeichen „Typisch Harz“ unterstützt. (z.B. 1. Südharzer Regionalmarkt 15.10.06)

Touristische Entwicklung
Ein intaktes Wanderwegenetz ist wesentliche Voraussetzung, um die Schönheiten der Südharzer Karstlandschaft erschließen zu können. Die hier anfallenden Aufgaben zur Betreuung reichen vom Bau und Aufstellen der Leiteinrichtungen bis hin zur Wegeinstandhaltung. Die Wanderwege werden fortlaufend kontrolliert und unterhalten.

Durchgeführte Veranstaltungen
Im Jahr 2005 wurden 21 Präsentationen und Vorträge mit insgesamt 464 Gästen, 48 Umweltbildungsmaßnahmen  in  Kindergärten und Schulen mit ca. 1500 Kindern, sowie 17 geführte Wanderungen mit 266 Teilnehmern durchgeführt. Außerdem beteiligte sich das Biosphärenreservat mit seinen Informationsständen an zahlreichen  Regionalen Märkten und Veranstaltungen.
Die ständige Ausstellung in Roßla wurde im Jahr 2005 von 300 Besuchern angenommen.
Unsere Ausstellungen im HARZ-INFORMATIONS-ZENTRUM in Stolberg und im Bergbaumuseum Wettelrode konnten je ca. 10.000 Besucher zu Informationszwecken nutzen.

weitere Informationen unter: www.bioreskarstsuedharz.de ; www.karstwanderweg.de