Dünaer Rötzelpfad (ca.4,5 km)
Ehemaliger Steinbruch - ein besonderer Lebensraum

Der Steinbruch diente bis Mitte der 60er-Jahre der Feldmarksinteressenschaft Osterode am Harz zur Gewinnung von Wegebaumaterialien.

Seit Aufgabe der Nutzung findet an den Felswänden kontinuierliche Verwitterung statt. Feine talabwärts wandernde bzw. "fließende" Substrate entstehen. Auf diesen "Fließerden" können nur wenige Pflanzenarten wie z.B. das "Blaugras" (Festuca glauca) existieren. Durch ständige Verjüngung kommen die sonst konkurrenzschwachen Blaugrasrasen mit dieser Situation gut zurecht. Der Steinbruch stellt durch seine nördliche Ausrichtung gleichzeitig einen wichtigen Lebensraum für Flechten, Moose und Farne dar. Hier hat sich gegenüber den Südhängen auch eine wesentlich andere Tierartengemeinschaft entwickelt, die diesen kühleren und durch mehr Feuchtigkeit geprägten Standort bevorzugt.


Blick vom Standort auf die Ortschaft Beierfelde

In unmittelbarer Nähe standen hier bis in die 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts Fichten auf artenreichen Grünlandflächen. Bereits kurze Zeit nach Fichtenabtrieb und Entbuschung zeigten sich bei Mahd und Beweidung der Hangflächen wieder die ersten typischen "mageren" Aspekte des Grünlands, teilweise mit Eigenschaften von Trockenrasen. Durch Beweidung entsprechend den Zielen des Naturschutzes werden die Flächen genutzt und gepflegt.