Eisensteinlehrpfad Lerbach

Ilsenthal 

Im Ilsenthal befanden sich viele Gruben und Pingen. Hier die Namen von einigen:
Löwenthals Pinge, Alte Rösche, Schacht Glück Auf Pinge, Daniels Zeche, Rösche Heinrich Heine und Schacht Glückes Wohlfahrt.

Auf der Eisensteinwanderung kann man hier zum ersten Male die Spuren des damaligen Bergbaues sehen. Im Berg sind Vertiefungen zu erkennen. Die Mundlöcher (Eingang der Stollen) sind schon lange verstürzt. Die Stollen in diesem Bereich (1750 -1850) sind nicht sehr tief.
So um die 8 m - 40 m oder 4 bis 20 Lachter. Lachter war das Maß der Bergleute, wobei 1 Lachter ca. 2 m sind.
Der Bergmann musste seine Grube beim Oberbergamt eintragen lassen.
Und zwar in jedem Jahr neu, sonst verfiel sein Schürfrecht. Das Eintragen nannte man "muthen". Eine Muthung betrug 42 Lachter in der Tiefe und 7 Lachter in der Breite. Auf so einer Grube arbeiteten 1 bis 2 Bergleute. Das aber auch nicht ständig. Fand der Bergmann nicht genügend Eisenstein, muthete er an einer anderen Stelle eine Grube.

Text: © Frank Koch: Wanderführer entlang der Lerbacher Eisensteingruben