Hördener Pfad (ca.4,3 km)
Biotopverbund im Naturschutzgroßprojekt

Der Krücker im Westen und das Hainholz im Osten sind alte Waldstandorte. Über lange Zeiträume hinweg sind hier hochwertige Lebensräume mit hoher Artenvielfalt entstanden. Insbesondere die großen Ackerflächen des Krückerfelds bewirken eine Trennung zwischen diesen hochentwickelten Biotopen. Nur die Bachläufe mit ihren begleitenden naturnahen Gehölz- und Krautstreifen bzw. -böschungen durchziehen diese Flächen und stellen eigene vernetzte Biotope dar.

Die Tiere und Pflanzen bilden Lebensgemeinschaften und benötigen zur dauerhaften Bestandserhaltung vielfältige Strukturen mit einem regen Austausch untereinander. Beispielsweise brüten viele Vogelarten nur in reich strukturierten Landschaften mit Hecken, Feldgehölzen und Waldrändern. Hier finden sie Schutz und gleichzeitig ein reiches Angebot an Insekten als Nahrungsgrundlage im Sommer oder an Samen, Beeren und Früchten während des Winters.

Durch Naturschutzmaßnahmen wurden die positiven Auswirkungen bestehender Biotope unter- und zueinander gefördert: Eigentumsflächen des Landkreises entlang der Gewässer werden unter Berücksichtigung von Naturschutzzielen bewirtschaftet bzw. bleiben einfach ungenutzt. Die Entwicklung der vom Landkreis Osterode am Harz gepachteten Wälder zum ungenutzten Naturwald dient einer weiteren Biotopverbesserung. Mehrreihige Hecken verbinden zusätzlich als "Brücke" über die Ackerflächen die verschiedenen Biotope untereinander.

Für die Landwirtschaft ergeben sich Vorteile wie z.B. mehr Schutz gegen Winderosion, stärkere Taubildung und ein biologischer Pflanzenschutz durch vermehrte Ansiedlung von Organismen, die "Schädlinge" bekämpfen. Gleichzeitig kann sich in diesen Strukturen ein vielfältiger Wildbestand entwickeln, der auch im Sinne der Jagd erwünscht ist.